Veröffentlicht: 3. November 2026

Warum konvertiert meine Landingpage nicht? So findest du es heraus

Landingpage konvertiert nicht? Die Diagnose in der richtigen Reihenfolge: Messung, Besucher, Botschaft, Absprungstelle, Handy und Formular. Mit Checkliste.

Daniils Visnakovs
· Lesedauer: 7 Min.

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Wenn eine Landingpage nicht konvertiert, liegt es fast immer an einem von vier Dingen: Die Messung zählt falsch, die falschen Besucher kommen an, die Seite hält nicht, was die Anzeige verspricht, oder der Weg zur Anfrage ist zu schwer. Herausfinden lässt sich das in genau dieser Reihenfolge, von der Messung bis zum Formular. Wer sofort das Design umbaut, repariert oft das Falsche und weiß hinterher nicht, ob es geholfen hat.

Ich prüfe Landingpages meistens zusammen mit dem Werbekonto dahinter, weil sich viele „Seitenprobleme“ als Problem der Anzeige oder der Messung herausstellen. Dieser Artikel ist die Diagnose. Was eine gute Landingpage grundsätzlich ausmacht, steht in Was ist eine Landingpage?.

Zählt deine Messung überhaupt richtig?

Das ist die erste Frage, weil sie am häufigsten übersehen wird. Eine Seite, die angeblich nicht konvertiert, bringt manchmal Anfragen, die nur niemand zählt. Umgekehrt zählen manche Konten Klicks auf die Telefonnummer oder Seitenaufrufe als Conversion und verdecken damit, dass kaum echte Anfragen kommen.

So prüfst du es in wenigen Minuten:

  1. Schick selbst eine Testanfrage über die Seite, am besten vom Handy.
  2. Schau, ob sie in deinem Postfach ankommt und ob sie in Google Analytics und im Werbekonto als Conversion auftaucht.
  3. Vergleiche für den letzten Monat die Zahl der Anfragen in deinem Postfach mit der Zahl der Conversions im Werbekonto.

Liegen die beiden Zahlen weit auseinander, ist zuerst die Messung dran, nicht die Seite. In Deutschland kommt dazu: Wer im Cookie-Banner ablehnt, wird von Tags (kleine Codestücke, die Daten an Google oder Meta schicken) nicht erfasst. Ein Teil der Lücke ist also normal. Wie du die Messung Schritt für Schritt prüfst, steht im Conversion-Tracking Health-Check.

Kommen die richtigen Besucher auf die Seite?

Eine gute Seite kann die falschen Besucher nicht umstimmen. Wer nach „Terrassendach selber bauen“ sucht, fragt keinen Handwerker an, egal wie schön die Seite ist.

Bei Google Ads zeigt der Bericht zu Suchbegriffen, welche Suchen deine Anzeigen tatsächlich ausgelöst haben. Lies ihn vollständig für die letzten 30 Tage. Tauchen dort Jobsuchen, Anleitungen, Ratgeberfragen oder Orte außerhalb deines Gebiets auf, ist das der erste Hebel. Unpassende Begriffe schließt du dort direkt aus.

Bei Meta Ads ist die Frage eine andere: Wen erreicht die Anzeige, und was verspricht sie? Eine Anzeige, die mit einem Rabatt lockt, bringt Besucher, die vor allem den Rabatt wollen und nicht unbedingt dein Angebot.

Schau außerdem in Google Analytics auf die Conversion-Rate je Quelle für dieselbe Landingpage. Konvertiert die Seite bei Suchbesuchern ordentlich und bei Besuchern aus einer anderen Kampagne kaum, liegt das Problem in dieser Kampagne und nicht auf der Seite.

Hält die Seite, was die Anzeige verspricht?

Der Besucher hat auf ein bestimmtes Versprechen geklickt und will es oben auf der Seite wiederfinden. Wer auf „Badsanierung mit Festpreis“ klickt und auf einer Startseite mit Firmengeschichte landet, ist schnell wieder weg.

Google bewertet genau das als Teil des Qualitätsfaktors. Die Komponente heißt „Nutzererfahrung mit der Landingpage“ und gibt laut Google an, „wie relevant und hilfreich Ihre Landingpage für Nutzer ist, die auf Ihre Anzeige klicken“ (Google-Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor).

Mach den einfachen Test: Zeig die Anzeige und dann den oberen Teil der Seite einer Person, die dein Unternehmen nicht kennt. Kann sie nach wenigen Sekunden sagen, was angeboten wird, für wen es gedacht ist und was der nächste Schritt ist? Wenn nicht, liegt hier dein Problem. Der kostenlose Landingpage-Check gibt dir dazu eine erste Einschätzung: Überschrift, Call-to-Action, Vertrauenssignale und Handy-Tauglichkeit.

Wo genau springen die Besucher ab?

Jetzt geht es um die Frage, an welcher Stelle Besucher aussteigen. Dafür brauchst du Ereignisse für die einzelnen Schritte: Seite gesehen, Formular begonnen, Formular abgesendet. In Google Analytics 4 baust du daraus eine Trichteranalyse im explorativen Analysetool (Google-Analytics-Hilfe: Explorative Datenanalysen).

Das Muster sagt dir, wo du suchen musst:

  • Kaum jemand scrollt oder klickt: Der obere Teil der Seite überzeugt nicht, oder die Besucher passen nicht.
  • Viele beginnen das Formular, wenige senden ab: Das Formular ist zu lang, fragt zu früh nach zu viel oder funktioniert auf dem Handy nicht.
  • Absendungen kommen, aber keine Aufträge: Die Seite verspricht etwas anderes als das, was du verkaufst, oder sie siebt nicht vor.

Sitzungsaufnahmen zeigen dir, was Besucher wirklich tun. Mit Microsoft Clarity geht das kostenlos, in Deutschland aber nur mit Einwilligung. Ich habe in Aufnahmen schon gesehen, dass ein Banner den Anruf-Button auf dem Handy verdeckt hat. Im Bericht sah es so aus, als würde über die Seite niemand anrufen.

Ist die Seite auf dem Handy schnell und bedienbar?

Die meisten lokalen Anzeigen werden auf dem Handy geklickt. Prüfe deine Seite deshalb auf deinem eigenen Telefon, im Mobilfunknetz und nicht im Büro-WLAN.

Für die Geschwindigkeit gibt Google mit den Core Web Vitals klare Grenzen vor. Als gut gilt, wenn das größte Element innerhalb von 2,5 Sekunden geladen ist (LCP), die Seite innerhalb von 200 Millisekunden auf Eingaben reagiert (INP) und das Layout kaum springt (CLS bis 0,1), jeweils gemessen am 75. Perzentil der Seitenaufrufe, getrennt nach Handy und Desktop (web.dev: Web Vitals). Deine Werte siehst du kostenlos in PageSpeed Insights.

Danach die Bedienung: Lässt sich die Telefonnummer antippen? Ist der wichtigste Button ohne Scrollen sichtbar? Verdeckt das Cookie-Banner etwas, das man braucht? Öffnet sich auf dem Handy die richtige Tastatur bei Telefon- und E-Mail-Feldern?

Ist das Formular oder das Angebot das Problem?

Wenn Messung, Besucher, Botschaft und Technik stimmen, bleibt das Angebot selbst. Hier helfen drei Fragen:

  • Weiß der Besucher, was ihn erwartet? Ein ungefährer Preis, ein Ablauf oder eine Zeitangabe nimmt die Angst vor dem ersten Kontakt.
  • Ist die Hürde passend? Für einen Rückruf reichen Name und Telefonnummer. Für ein Angebot im fünfstelligen Bereich dürfen es ein paar Fragen zum Vorhaben sein, die auch dir helfen.
  • Gibt es Gründe, dir zu vertrauen? Echte Bewertungen, Fotos eigener Projekte und ein vollständiges Impressum.

Wie viel das ausmachen kann, zeigt der Website-Relaunch von Zitberg Überdachungen: Seit Mai 2026 führt ein Konfigurator mit Sofort-Preisschätzung in die Anfrage. Im Juli 2026 lagen die erfassten Anfragen bei rund 8 pro Tag statt zuvor 2, bei 52 % niedrigeren Kosten pro Anfrage.

Checkliste: die Diagnose in der richtigen Reihenfolge

  1. Testanfrage senden und prüfen, ob sie im Postfach, in Analytics und im Werbekonto ankommt.
  2. Anfragen im Postfach mit Conversions im Werbekonto für denselben Monat vergleichen.
  3. Suchbegriffe der letzten 30 Tage lesen und Unpassendes ausschließen.
  4. Conversion-Rate der Seite je Quelle und Kampagne vergleichen.
  5. Anzeige und oberen Seitenteil nebeneinanderlegen: Wird das Versprechen eingelöst?
  6. Trichter aufbauen: Seite gesehen, Formular begonnen, Formular abgesendet.
  7. Seite auf dem eigenen Handy im Mobilfunknetz testen, Core Web Vitals in PageSpeed Insights prüfen.
  8. Formularfelder, Preisangabe und Vertrauenssignale gegen den Wert des Auftrags halten.

Ändere danach immer nur eine Sache auf einmal und miss vorher und nachher. Sonst weißt du nicht, was gewirkt hat.

Fazit

  • Erst die Messung prüfen, dann die Seite. Manche „schlechte“ Seite wird einfach falsch gezählt.
  • Falsche Besucher sind ein Kampagnenproblem. Der Bericht zu Suchbegriffen zeigt sie dir.
  • Die Seite muss oben einlösen, was die Anzeige verspricht.
  • Ein Trichter mit Ereignissen zeigt, an welcher Stelle Besucher aussteigen, und Aufnahmen zeigen, warum.
  • Handy, Geschwindigkeit und Formular entscheiden am Schluss, ob aus Interesse eine Anfrage wird.

Deine Seite bekommt Klicks, aber keine Anfragen?

Den ersten Blick wirft der kostenlose Landingpage-Check. Wenn die Seite neu oder grundlegend anders werden soll, steht unter Landingpages & Funnels, wie ich Seiten baue, die aus Klicks brauchbare Anfragen machen. Was bei dir zuerst dran ist, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

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FAQ

Was ist eine gute Conversion-Rate für eine Landingpage?

Das hängt stark von Branche, Angebot und Quelle ab. Ein Vergleich mit deinen eigenen Zahlen von vorher ist aussagekräftiger als ein fremder Durchschnitt. Richtwerte nach Branche zeigt das Tool Google Ads Benchmarks.

Soll ich gleich einen A/B-Test starten?

Erst wenn Messung und Besucher stimmen und genug Anfragen kommen, damit ein Unterschied überhaupt erkennbar wird. Wie viele Besucher du dafür brauchst, rechnet dir der A/B-Test-Rechner aus.

Kann es an der Ladezeit liegen, obwohl die Seite bei mir schnell lädt?

Ja. Im Büro-WLAN auf einem neuen Rechner lädt fast jede Seite schnell. Deine Besucher kommen oft über das Handy im Mobilfunknetz. Prüf deshalb die Werte für Mobilgeräte in PageSpeed Insights und teste selbst unterwegs.

Warum konvertiert meine Landingpage nicht? So findest du es heraus

Wo verliert deine Website gute Anfragen?

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Daniils Visnakovs

Über den Autor

Daniils Visnakovs

Unabhängiger Sparringspartner für Google-Ads-Wirtschaftlichkeit und Messqualität. Für Google hat Daniils technische Messimplementierungen umgesetzt. Heute hilft er Teams, bessere Entscheidungen zu treffen und das Wissen selbst zu behalten — in 1:1 Beratung, Workshops oder auf der Bühne.