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Anzeigen-A/B-Test: Gewinner oder Zufall?
Trag Impressionen, Klicks und Conversions deiner Varianten ein. Der Rechner zieht 95-%-Konfidenzintervalle und gibt dir eine von drei ehrlichen Antworten — inklusive der Antwort, die kein anderer deutscher Rechner gibt: noch keine Aussage möglich.
Deine Zahlen
Zwei Anzeigen, drei Zahlen
Aus dem Anzeigenbericht deiner Kampagne: Impressionen, Klicks und Conversions pro Variante, über denselben Zeitraum. Nichts davon verlässt deinen Browser.
Dritte Variante hinzufügen
Kein Kontozugriff, keine E-Mail, kein Upload. Die Rechnung läuft im Browser — deine Zahlen werden nirgendwo gespeichert und nirgendwo hingeschickt.
Tendenz — noch kein Beweis
Ohne belastbare Conversion-Daten zählt nur die Klickrate: Variante B führt mit +25,0 %, das Intervall überschneidet sich aber noch mit Variante A. Der Vorsprung kann Zufall sein.
Was heißt das praktisch?
Weiterlaufen lassen. Entschieden wird hier gerade auf der Klickrate, weil die Conversion-Daten noch zu dünn sind — und Klicks sind kein Ergebnis: Eine Anzeige kann mehr Klicks holen und trotzdem weniger Anfragen bringen. Warte, bis beide Varianten 15 Conversions und 100 Klicks haben, dann urteilt der Rechner auf der Kennzahl, die zählt.
Die schwächste Variante hat 12 Conversions und liegt damit unter 15 — für eine belastbare Conversion-Rate reicht das nicht. Deshalb entscheidet ersatzweise die Klickrate, und die beantwortet eine andere Frage. Sobald beide Schwellen stehen, springt das Urteil auf die Conversion-Rate um.
Conversion-Rate (Conversions je Klick)
nur zur Einordnung95-%-Intervall: 2,88 – 8,53 %
95-%-Intervall: 3,83 – 9,28 %
95-%-Intervall: —
Vorsprung Variante B: +20,0 % — Schwelle zum Handeln liegt bei +20,0 %.
Klickrate (Klicks je Impression)
entscheidet ersatzweise95-%-Intervall: 2,12 – 2,72 %
95-%-Intervall: 2,68 – 3,35 %
95-%-Intervall: —
Vorsprung Variante B: +25,0 % — Schwelle zum Handeln liegt bei +20,0 %.
Gerechnet wird mit Wilson-95-%-Intervallen. Die Conversion-Rate zählt Conversions je Klick und entscheidet, sobald jede Variante mindestens 15 Conversions aus 100 Klicks hat. Darunter springt das Urteil auf die Klickrate — Klicks je Impression, und damit eine Antwort auf eine andere Frage.
Die Regel dahinter
Drei Antworten statt einer Prozentzahl
Die meisten Signifikanz-Rechner haben ein Problem: Sie geben immer ein Ergebnis aus. Man tippt vier Zahlen ein und bekommt eine Aussage, auch wenn die Datenlage nichts hergibt. Genau daraus entstehen die Entscheidungen, die Geld kosten — eine Anzeige wird nach sechs Tagen abgeschaltet, weil sie „verloren" hat, und der abgeschaltete Text wäre der bessere gewesen.
Dieser Rechner kennt deshalb drei Zustände, und zwei davon sind kein Ergebnis:
- Klarer Gewinner. Die 95-%-Intervalle der beiden Varianten überschneiden sich nicht mehr, und der Vorsprung liegt über 20 %. Jetzt darf der Verlierer pausiert werden.
- Tendenz. Eine Variante führt, aber die Intervalle überlappen noch — oder sie trennen sich zwar, der Vorsprung ist aber zu klein, um dafür eine laufende Anzeigengruppe umzubauen. Weiterlaufen lassen.
- Noch keine Aussage möglich. Die Stichprobe reicht nicht: unter 100 Impressionen je Variante rechnet die Regel absichtlich gar nichts. Das ist an den meisten Tagen die richtige Antwort.
Und die Kennzahl steht immer dabei. Die Conversion-Rate entscheidet — Conversions je Klick, sobald jede Variante mindestens 15 Conversions aus 100 Klicks gesammelt hat. Trennen sich dann die Intervalle und liegt der Vorsprung über 20 %, sagt der Rechner es so, wie du es weitererzählen würdest: Variante B konvertiert besser. Darunter urteilt er ersatzweise auf der Klickrate und schreibt das vor das Ergebnis, denn eine Anzeige kann mehr Klicks holen und trotzdem weniger Anfragen bringen.
Das ist kein Lehrbuch-Beispiel, sondern die Regel, nach der ich in Kundenkonten Anzeigen pausiere: Wilson-Intervalle, Mindest-Stichprobe, 20-%-Schwelle. An einer Stelle ist der Rechner strenger als mein internes Werkzeug: Er verlangt zusätzlich mindestens 100 Klicks, bevor er einer Conversion-Rate einen Sieg glaubt.
Die vier Fehler, die ich in fremden Konten am häufigsten sehe
- Zu früh entschieden
- Nach drei Tagen liegt eine Variante vorn, also wird die andere pausiert. Bei 60 Impressionen ist das eine Münze, die zweimal Kopf gezeigt hat — kein Ergebnis.
- Auf Klicks optimiert
- Die Klickrate ist die bequeme Kennzahl, weil sie schnell Zahlen liefert. Sie sagt aber nur, wer neugieriger macht. Wer mehr Anfragen bringt, steht in der Conversion-Rate.
- Gewinner neu hochgeladen
- Nach dem Urteil wird der Gewinner als frische Anzeige noch einmal eingestellt. Die Kopie teilt sich die Impressionen mit dem Original und macht den nächsten Test unbrauchbar. Original stehen lassen.
- Ungleiche Ausspielung
- Wenn eine Variante 80 % der Impressionen bekommt, vergleichst du keine Texte, sondern die Anzeigenrotation. Auf gleichmäßige Rotation stellen, sonst ist jedes Urteil daneben.
Der Rechner ist ein statistisches Modell mit deinen Zahlen — kein Versprechen. Er misst, ob ein Unterschied messbar ist, nicht ob er im nächsten Monat bleibt. Saison, Budgetänderungen und Lernphasen kann er nicht sehen; ich schaue mir das im Erstgespräch mit dir im Konto an.
FAQ
Häufige Fragen zum A/B-Test-Rechner
Ab wann ist ein Anzeigen-Test aussagekräftig?
Was ist ein Wilson-Konfidenzintervall?
Warum sagt der Rechner so oft, dass noch keine Aussage möglich ist?
Conversions oder Klickrate — welche Kennzahl zählt?
Conversion-Rate je Klick oder je Impression?
Was bedeutet die 20-%-Schwelle?
Kann ich drei Anzeigen gleichzeitig vergleichen?
Werden meine Zahlen gespeichert oder übertragen?
Dein Konto testet nichts — oder testet, ohne je zu entscheiden?
Ich baue saubere Anzeigen-Tests auf, werte sie nach genau dieser Regel aus und pausiere nur, wenn die Zahlen es hergeben.