Veröffentlicht: 9. Oktober 2026
Google Merchant Center einrichten: Fehler und Ablehnungen beheben
Google Merchant Center einrichten und Fehler beheben: was Google von deutschen Shops verlangt, acht Gründe für abgelehnte Produkte mit Lösung, Feed-Grundlagen und CSS-Wahl.
Das Google Merchant Center einrichten ist in einer Stunde erledigt. Was danach Wochen kostet, sind abgelehnte Produkte und im schlimmsten Fall ein gesperrtes Konto, weil Shopseite und Produktdaten nicht zusammenpassen. Hier steht, was Google von einem Shop in Deutschland verlangt, welche acht Punkte laut Googles Richtlinien zu Ablehnungen führen und wie du sie behebst, was im Feed stehen muss und wann ein CSS-Partner dazukommt.
1. Merchant Center einrichten: was Google von deinem Shop verlangt
Für das Konto brauchst du ein Google-Konto. Google fragt dann die Unternehmensdaten ab, ob du online, im Geschäft oder beides verkaufst, Zahlungs- und Versandoptionen und wie deine Produkte ins Merchant Center kommen. Zwei Dinge solltest du vorher wissen:
- Das Land ist endgültig. Laut Google lässt sich das bei der Einrichtung gewählte Land später nicht mehr ändern. Verkaufst du von Deutschland aus, wähl Deutschland.
- Produkte kommen auf mehreren Wegen. Google kann Produktdaten bei der Registrierung automatisch aus deinem Onlineshop übernehmen, du kannst sie manuell hochladen, oder ein verknüpfter Shop wie Shopify synchronisiert sie.
Bevor das erste Produkt freigegeben wird, muss deine Website Googles Anforderungen erfüllen. Laut Merchant-Center-Richtlinien sind das unter anderem:
- Kontaktdaten, die auf der Website deutlich sichtbar sind, etwa Kontaktformular, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.
- Eine Rückgaberichtlinie, die in den Produktdaten hinterlegt und auf der Website leicht zu finden ist.
- Klare Zahlungs- und Abrechnungsbedingungen, mit den Gesamtkosten vor und nach dem Kauf.
- Ein sicherer Checkout mit gültigem SSL-Zertifikat und mindestens einer konventionellen Zahlungsmethode. Nutzer müssen Produkte in den Warenkorb legen und den Kauf abschließen können, auch als Privatperson: Felder wie der Firmenname dürfen keine Pflichtfelder sein.
- Landingpages in der Sprache der Produktdaten.
Für Deutschland kommen zwei Pflichten aus den Produktdaten dazu: Der Preis steht inklusive Mehrwertsteuer im Feed, und Versandkosten sind für Shopping-Anzeigen und Produkteinträge in Deutschland Pflicht. Kannst du keine genauen Versandkosten angeben, sollst du laut Google eher höher schätzen.
Impressum, Widerrufsbelehrung und Bestellbutton prüft Google nicht als eigene Punkte, das deutsche Recht verlangt sie trotzdem. Was dazugehört, steht in Google Shopping in Deutschland. Ich bin kein Anwalt, und das hier ist keine Rechtsberatung.
2. Merchant Center Fehler: acht Gründe für Ablehnungen und wie du sie behebst
Die folgenden acht Punkte stammen aus Googles Richtlinien und der Produktdatenspezifikation. Jeder kann einzelne Produkte ablehnen lassen, einige davon können das ganze Konto treffen.
- Kontaktdaten fehlen oder sind versteckt. Lösung: Kontaktseite mit E-Mail und Telefonnummer, verlinkt aus Kopf- oder Fußzeile.
- Keine auffindbare Rückgaberichtlinie. Lösung: Rückgabebedingungen im Merchant Center hinterlegen und auf der Website verlinken. Google verlangt, dass sie Rückgaben und Erstattungen genau erklären.
- Versandkosten fehlen. In Deutschland Pflicht. Lösung: Versandeinstellungen im Merchant Center anlegen, lieber zu hoch als zu niedrig geschätzt.
- Checkout funktioniert nicht wie verlangt. Kein gültiges SSL-Zertifikat, keine konventionelle Zahlungsmethode oder ein Pflichtfeld für den Firmennamen. Lösung: den Kauf einmal komplett als Privatperson durchspielen.
- Preis weicht ab. Google verlangt, dass der Preis im Feed dem Betrag auf Landingpage und an der Kasse entspricht, in Deutschland inklusive Mehrwertsteuer. Sonst wird das Produkt abgelehnt. Lösung: Feed und Shop aus derselben Quelle speisen und Aktionspreise in beiden gleichzeitig ändern.
- Verfügbarkeit weicht ab. Laut Google muss die Verfügbarkeit auf Landingpage, in strukturierten Daten, im Checkout und in der Datenquelle übereinstimmen. Steht ein Produkt im Feed auf „auf Lager“ und auf der Seite auf „nicht auf Lager“, wird es abgelehnt. Lösung: Lagerbestand häufiger übertragen.
- Bild verstößt gegen die Bildrichtlinien. Werbe-Overlays wie „Jetzt kaufen“, Wasserzeichen, Rahmen oder ein Bild unter 500 × 500 Pixeln. Solche Bilder zeigt Google nicht an, und du bekommst einen Hinweis in der Diagnose. Lösung: ein Produktbild ohne Text, Google empfiehlt mindestens 1.500 × 1.500 Pixel.
- GTIN fehlt oder ist falsch. Hat ein Produkt eine Hersteller-GTIN und lässt du sie weg, kann es abgelehnt werden. Eine falsche GTIN schränkt die Sichtbarkeit ein. Lösung: die echte GTIN eintragen, im Zweifel keine erfinden, und bei Produkten ohne GTIN Marke und MPN angeben.
Der Ernstfall: Falschdarstellung
Die schwerste Kategorie heißt bei Google „Falschdarstellung“. Gemeint sind Einträge und Seiten, die Nutzer täuschen oder wichtige Informationen auslassen, etwa Rückgaben verweigern, obwohl eine klare Erstattungsregel existiert, oder den echten Versandort verschweigen. Bei schweren Verstößen sperrt Google Konten laut eigener Aussage sofort und ohne vorherige Warnung. Bei den meisten anderen Verstößen kommt vorher eine Warnung per E-Mail mit 7 oder 28 Tagen Frist.
So beantragst du eine Überprüfung
Erst beheben, dann beantragen. Abgelehnte Produkte findest du im Merchant Center auf dem Tab Überprüfung erforderlich. Bei Produktproblemen wählst du Ich habe das Problem behoben oder Meiner Meinung nach liegt kein Problem vor und dann Überprüfung anfordern. Laut Google dauert eine Überprüfung bis zu sieben Arbeitstage. Wichtig: Nach einer erfolglosen Überprüfung kann eine Wartezeit beginnen, die Google nach jedem weiteren erfolglosen Versuch verlängern kann. Beantrag also erst, wenn wirklich alles stimmt.
Bevor du eine Überprüfung beantragst: Der kostenlose Landingpage-Check prüft eine Produktseite unter anderem auf HTTPS, Impressum, eine anklickbare Telefonnummer und die Mobilansicht. Das ersetzt keine Prüfung durch Google, findet aber die offensichtlichen Lücken.
3. Feed-Grundlagen und wann ein CSS-Partner dazukommt
Was im Feed stehen muss
Googles Produktdatenspezifikation nennt einige Attribute, die immer Pflicht sind:
- ID, Titel (bis 150 Zeichen), Beschreibung (bis 5.000 Zeichen), Link zur Produktseite, Bildlink, Verfügbarkeit und Preis.
- Marke für fast alle neuen Produkte, GTIN für Produkte mit bekannter GTIN, MPN, wenn es keine GTIN gibt.
- Zustand, wenn das Produkt gebraucht oder generalüberholt ist.
Dazu kommen Attribute für bestimmte Fälle, etwa Varianten, Grundpreise oder Energielabels in der EU. Der Titel ist das wichtigste Feld, das du selbst in der Hand hast. Schreib, wonach Kunden suchen, also Marke, Produktart und das entscheidende Merkmal, nicht den internen Artikelnamen.
Automatische Artikelaktualisierungen
Laut Google sind automatische Aktualisierungen standardmäßig aktiv. Google gleicht Preis und Verfügbarkeit mit deiner Landingpage ab und nutzt dafür unter anderem strukturierte Daten auf der Seite. Findet Google eine Abweichung, kann das Produkt aber auch abgelehnt werden, statt aktualisiert zu werden. Saubere strukturierte Daten auf der Produktseite sind deshalb keine Kür.
Wann ein CSS-Partner dazukommt
In Deutschland, Österreich, der Schweiz und insgesamt 21 Ländern laufen Shopping-Anzeigen laut Google über Preisvergleichsportale, die Comparison Shopping Services (CSS). Google Shopping ist eines davon, und du kannst auch mehrere gleichzeitig nutzen. Den CSS wählst du erst, wenn Konto und Feed sauber laufen. Wie die Wahl funktioniert und warum ich Konten nicht auf der Standardeinstellung lasse, steht in CSS-Partner für Google Shopping.
Wenn Feed und Konto stehen, kommt die Kampagne. Shopping-Anzeigen laufen in Google Ads über Shopping- oder Performance-Max-Kampagnen. Wann Performance Max passt, steht in Performance Max: wann die PMax-Kampagne lohnt.
Fazit
- Wähl beim Einrichten das richtige Land, es lässt sich nicht mehr ändern.
- Kontakt, Rückgaberichtlinie, klare Zahlungsbedingungen und ein sicherer Checkout sind Voraussetzung. In Deutschland kommen Bruttopreise und Versandkosten im Feed dazu.
- Preis und Verfügbarkeit müssen in Feed, Seite und Checkout identisch sein. Das sind die Ablehnungen, die am leichtesten vermeidbar sind.
- Bilder ohne Text, Wasserzeichen und Rahmen, mindestens 500 × 500 Pixel. Echte GTINs oder Marke und MPN.
- Bei schwerer Falschdarstellung droht die Sperre ohne Warnung. Erst beheben, dann Überprüfung beantragen.
- Der CSS kommt, wenn Konto und Feed sauber laufen.
Dein Merchant Center hängt fest oder du weißt nicht, was zuerst zu tun ist?
Für eine konkrete Frage, etwa welche Ablehnung zuerst behoben werden muss oder ob sich Shopping für deinen Shop lohnt, ist die Klarheits-Session der passende Schritt: ab 390 €, 60 Minuten per Video, mit bis zu drei Links oder Dokumenten vorab. Laufen Shopping-Kampagnen schon und willst du Konto, Feed-Anbindung und Messung vollständig prüfen lassen, ist der Google Ads Audit ab 1.900 € der größere Schritt. Ob die Session passt, klärst du vorher im kostenlosen Erstgespräch.
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Wie lange dauert die Prüfung im Merchant Center?
Eine beantragte Überprüfung kann laut Google bis zu sieben Arbeitstage dauern. Genehmigte Produkte können danach innerhalb von 24 Stunden auf Google erscheinen.
Warum wurde mein Merchant-Center-Konto ohne Warnung gesperrt?
Bei schweren Verstößen gegen die Richtlinie zur Falschdarstellung sperrt Google laut eigener Aussage sofort und ohne vorherige Warnung. Prüf zuerst Kontakt, Rückgabe, Zahlungsbedingungen und ob Preise und Versand auf der Seite stimmen. Beantrag die Überprüfung erst, wenn alles behoben ist, denn nach erfolglosen Versuchen können Wartezeiten folgen.
Brauche ich eine GTIN für jedes Produkt?
Nein. Eine GTIN brauchst du für Produkte, denen der Hersteller eine zugewiesen hat. Für eigene Produkte ohne GTIN gibst du Marke und MPN an. Eine erfundene GTIN schadet mehr, als sie nützt.
Kann ich Shopping-Anzeigen ohne CSS-Partner schalten?
Ja. Google Shopping ist selbst ein Preisvergleichsportal, über das du werben kannst. Ein CSS-Partner ist eine Alternative, keine Pflicht.
Google Merchant Center einrichten: Fehler und Ablehnungen beheben
Was braucht dein Ads-Konto als Nächstes?
Ich helfe dir, Kontoeinstellungen, Suchbegriffe und offene Befunde nach ihrer Bedeutung für dein Geschäft einzuordnen.
Der Link öffnet das kostenlose Erstgespräch. Umfang und Preis der Session kläre ich mit dir vor bezahlter Arbeit.
Über den Autor
Daniils Visnakovs
Unabhängiger Sparringspartner für Google-Ads-Wirtschaftlichkeit und Messqualität. Für Google hat Daniils technische Messimplementierungen umgesetzt. Heute hilft er Teams, bessere Entscheidungen zu treffen und das Wissen selbst zu behalten — in 1:1 Beratung, Workshops oder auf der Bühne.