Veröffentlicht: 29. August 2026

Google Ads Klickpreise 2026: Echtdaten aus 19 DACH-Konten

Google Ads Klickpreise 2026: echte, anonymisierte Werte aus 19 von mir betreuten DACH-Konten. 0,50 € bis 6,60 € pro Klick, kostengewichtet, einmal im Jahr aktualisiert.

Daniils Visnakovs
· Lesedauer: 7 Min.

Einmal im Jahr veröffentliche ich die echten Klickpreise aus den Google-Ads-Konten, die ich betreue. Keine umgerechnete US-Studie, keine Keyword-Planer-Schätzung, kein Branchendurchschnitt aus zweiter Hand: die Preise, die 19 Konten im DACH-Raum in den letzten 90 Tagen tatsächlich pro Klick bezahlt haben, anonymisiert und auf Branchen zusammengefasst.

Das Ergebnis in einem Satz: Über 17 Branchen reicht der kostengewichtete Klickpreis von 0,50 € (Sportwagenvermietung) bis 6,60 € (Veranstaltungstechnik) — das 13-Fache, im selben Werbenetzwerk, im selben Zeitraum. Wer nach dem Klickpreis bei Google Ads sucht, sucht nach einer Zahl, die es nicht gibt.

Der Rest dieses Reports ist schnell erzählt: erst die vollständige Tabelle, dann wie die Zahlen entstanden sind, warum sie niedriger liegen als das, was dir Planer und Tools anzeigen, und was du daraus für dein Budget ableiten kannst.

Klickpreise nach Branche

Stand Q3 2026, sortiert vom teuersten zum günstigsten Klick. Der Ø-Klickpreis ist kostengewichtet, die Spanne beschreibt, wo sich die Werte innerhalb der Branche bewegen.

BrancheØ-Klickpreis (kostengewichtet)typische Spanne
Veranstaltungstechnik (B2B)6,60 €4,00 € – 9,50 €
Terrassenüberdachungen3,90 €2,50 € – 4,50 €
QM- & Management-Software (B2B SaaS)3,30 €2,50 € – 8,00 €
Online-Paartherapie & Coaching3,30 €2,50 € – 4,50 €
Sprachcamps & Bildungsreisen (CH)3,10 €1,50 € – 5,50 €
Arbeitsschutz & Pflichtschulungen (B2B)3,00 €1,50 € – 11,00 €
Sicherheitsdienste2,20 €2,00 € – 2,50 €
Sauna- & Blockhausbau1,90 €1,50 € – 2,50 €
Flughafen-Parkservice1,80 €1,50 € – 2,50 €
Körpertherapie & Kinesiologie (CH)1,50 €0,50 € – 3,50 €
Trauringe & Schmuck (E-Commerce)1,40 €1,00 € – 2,00 €
Industriekomponenten (B2B)1,40 €1,00 € – 2,50 €
Online-Sprachkurse1,30 €1,00 € – 2,00 €
Hotellerie (Ferienregion)1,00 €0,50 € – 1,50 €
An- & Verkauf Sammlerstücke1,00 €0,50 € – 1,50 €
Escape Rooms & Freizeit0,60 €0,50 € – 1,00 €
Sportwagenvermietung0,50 €0,50 € – 1,00 €

Hinter den 17 Zeilen stehen 19 Konten und rund 66.000 Klicks. Die verlinkten Branchen führen auf die nächstgelegene Seite unter Google Ads Kosten nach Branche, wo das Segment breiter gefasst ist und zusätzlich Klickrate, Conversion-Rate und Kosten pro Anfrage stehen. Für die übrigen Branchen gibt es dort keine Entsprechung — sie sind zu speziell für eine eigene Seite.

Dieselbe Tabelle liegt dauerhaft unter Datensatz: Google Ads Klickpreise DACH — dort mit Änderungsverlauf und als CSV und JSON zum Herunterladen. Wenn du die Zahlen zitieren oder weiterrechnen willst, ist das die Adresse, die auch nach dem nächsten Update noch stimmt.

Methodik

Der Hinweis unter der Tabelle im Tool ist bewusst knapp. Ausgeschrieben steht dahinter Folgendes:

  • Kostengewichtete Klickpreise, keine Mittelwerte über alle Keywords. Jeder Suchbegriff geht mit dem Budget ins Gewicht, das tatsächlich auf ihn entfällt. Ein Nischenbegriff mit drei Klicks verzerrt den Branchenwert damit nicht — was du siehst, ist der Preis, den das Geld im Konto wirklich bezahlt hat.
  • Die jeweils meistinvestierten Suchbegriffe je Konto. Nicht der lange Rattenschwanz aus Einzelklicks, sondern die Begriffe, auf denen das Budget liegt.
  • Letzte 90 Tage, nur aktive Kampagnen. Pausierte oder ausgelaufene Kampagnen fließen nicht ein, historische Werte aus früheren Saisons auch nicht.
  • Auf Spannen gerundet. Die Zahlen sind bewusst grob genug, dass sich daraus kein einzelnes Konto rekonstruieren lässt. Kundennamen tauchen nirgends auf, nur Branchenbezeichnungen.
  • CHF- und USD-Konten währungsbereinigt. Zwei Branchen in der Tabelle kommen aus der Schweiz. Konten, die nicht in Euro abrechnen, sind umgerechnet und nicht einfach als Zahl übernommen.
  • Branchen unter 150 Klicks Datenbasis nehme ich nicht auf. Lieber eine Zeile weniger als eine Zahl, die auf einer Handvoll Klicks steht.
  • Keine Hochrechnung, keine Fremdquellen. Nichts in dieser Tabelle ist geschätzt, modelliert oder von einer anderen Seite übernommen.

Je Branche stehen ein bis zwei Konten dahinter. Das ist die ehrliche Grenze dieser Daten: Einzelne Werte können durch Markensuchbegriffe, eine ungewöhnliche Region oder eine besonders enge Zielgruppe vom Marktschnitt abweichen. Es ist ein Blick in echte Konten, keine repräsentative Erhebung über den deutschen Markt — und genau so solltest du die Zahlen lesen.

Stand der Daten: Q3 2026, erhoben am 27.08.2026. Diesen Report schreibe ich einmal im Jahr neu, mit derselben Methodik und frischen 90 Tagen.

Planer-Spannen sind Obergrenzen, keine Preise

Wenn deine eigene Recherche höhere Zahlen ergeben hat als die Tabelle oben, liegt das selten an deinem Konto. Es liegt daran, was Planer und Benchmark-Tools eigentlich anzeigen.

Der Keyword-Planer nennt dir Gebotsschätzungen für die Platzierung am Seitenanfang. Das ist der Betrag, mit dem du in der Auktion oben mitspielen könntest — eine Obergrenze also, kein Preis. Was du am Ende zahlst, ergibt sich erst in der Auktion und hängt am Wettbewerber hinter dir, nicht an deinem Maximalgebot. Deshalb liegt der real bezahlte Klickpreis in der Praxis meist spürbar unter der Planer-Spanne, oft ohne dass irgendetwas am Konto besonders gut wäre.

Dazu kommt der zweite Effekt: Ein laufendes Konto kauft nie nur die teuren Money-Keywords. Neben ihnen läuft immer eine Menge günstigerer, spezifischerer Suchanfragen mit. Ein kostengewichteter Schnitt bildet diese Mischung ab — ein Blick auf das teuerste Keyword einer Branche nicht.

Für die breitere Einordnung ergänze ich im Benchmarks-Tool die Kontodaten deshalb um Keyword-Planer-Werte für typische Branchen-Keywords. So sind dort auch Branchen abgedeckt, in denen ich selbst kein Konto betreue — Rechtsanwälte, Finanzen oder SHK zum Beispiel. Die reine Konten-Schicht ohne Planer-Anteil ist genau die Tabelle aus diesem Report — im Tool steht sie im Abschnitt Echtdaten.

Was das für dein Budget heißt

Der Klickpreis entscheidet für sich genommen gar nichts. Er ist der Eintrittspreis, nicht der Endpreis. Ob sich Werbung rechnet, entscheiden zwei andere Zahlen: deine Conversion-Rate und deine Marge.

Ein Beispiel mit den Werten aus der Tabelle. Nimm eine Conversion-Rate von 5 % an, also jeder zwanzigste Klick wird zur Anfrage. Dann kostet dich eine Anfrage:

  • Veranstaltungstechnik — 6,60 € pro Klick, also rund 132 € pro Anfrage.
  • Sportwagenvermietung — 0,50 € pro Klick, also rund 10 € pro Anfrage.

Die 5 % sind hier eine Annahme, keine Messung — deine eigene Zahl steht in deinem Konto. Aber das Prinzip trägt: Der teure Klick ist billig, wenn ein einziger gewonnener Auftrag ihn um ein Vielfaches deckt. Und der günstige Klick ist teuer, sobald die Anfrage dahinter kaum etwas wert ist oder nie zum Auftrag wird. Die vollständige Kette vom Klickpreis über die Conversion-Rate zum CPA und zum Tagesbudget rechne ich in Google-Ads-Budget berechnen Schritt für Schritt durch.

→ Rechne den Wert deiner Branche direkt gegen deine Marge: im Google Ads Rechner. In der Echtdaten-Tabelle führt jede Zeile per Klick in denselben Rechner, mit dem Klickpreis der Branche bereits eingetragen.

Der praktische Nutzen dieser Tabelle ist also nicht die Frage zahle ich zu viel pro Klick, sondern die Frage davor: Liegt mein Klickpreis überhaupt in einem Bereich, in dem meine Rechnung aufgehen kann? Wenn ja, sind die Hebel danach fast immer Conversion-Rate und Angebot, nicht das Gebot.

Wie es weitergeht

Das nächste Update erscheint in einem Jahr, mit derselben Methodik und denselben Spalten, damit sich die Werte über die Jahre vergleichen lassen. Wächst die Zahl der Konten, kommen Branchen dazu; fällt eine Branche unter die 150-Klicks-Grenze, fliegt sie wieder raus.

Und falls du beim Lesen gemerkt hast, dass du deinen eigenen kostengewichteten Klickpreis gar nicht kennst: Genau das schaue ich mir im kostenlosen Erstgespräch mit dir an.


Daniils Visnakovs

Über den Autor

Daniils Visnakovs

Unabhängiger Sparringspartner für Google-Ads-Wirtschaftlichkeit und Messqualität. Für Google hat Daniils technische Messimplementierungen umgesetzt. Heute hilft er Teams, bessere Entscheidungen zu treffen und das Wissen selbst zu behalten — in 1:1 Beratung, Workshops oder auf der Bühne.