Datensatz · Stand 22.09.2026 · Deutschland

Google Fonts auf deutschen Firmenseiten: der Datensatz

Wie viele deutsche Betriebe laden ihre Schriften noch bei Google? Gezählt an 50.000 zufällig gezogenen Firmenwebsites. Hier stehen alle Zahlen zum Nachprüfen, mit Methodik und zum Herunterladen. Die Geschichte dazu erzählt der Artikel.

Auf einen Blick · Stand 22.09.2026

Fast jede fünfte Firmenseite lädt noch bei Google

18,7 %

der erreichbaren deutschen Firmenseiten laden Schriften bei Google

10,1 %

bei 706 großen Unternehmen zum Vergleich

38.065

erreichbare Seiten aus einer Zufallsstichprobe von 50.000

39 %

der Verweise sind eine komplette Einbindung, der Rest meist Überbleibsel

So kommt die Zahl zustande: 50.000 Adressen gezogen, 38.065 erreichbar, 26.248 mit eindeutigem Ergebnis (6.722 davon laden Google Fonts), 11.817 unklar und mit ihrer nachgemessenen Quote von 3,2 % eingerechnet. Große Unternehmen: 706 geprüft, 540 erreichbar, 10,1 %.

Tabelle · Branchen

Von 13,8 % bis 32,4 %, je nach Branche

Nur Seiten mit eindeutigem Ergebnis, damit die Branchen vergleichbar bleiben. Vergleichswert über alle eindeutigen Seiten: 25,6 %. Aufgeführt sind ausgewählte Branchen mit mindestens 150 eindeutig geprüften Seiten.

Anteil deutscher Firmenseiten mit Google Fonts nach Branche, Stand 22.09.2026
Branche Seiten mit klarem Ergebnis davon laden bei Google Anteil
Restaurants 3.512 1.138 32,4 %
Physiotherapie 315 97 30,8 %
Hotels 1.004 291 29 %
Bäckereien 238 67 28,2 %
Friseure 554 154 27,8 %
Cafés 659 182 27,6 %
Firmen (allgemein) 1.587 423 26,7 %
Schreinereien 153 40 26,1 %
Optiker 234 60 25,6 %
Zahnarztpraxen 581 148 25,5 %
Floristik 174 41 23,6 %
Kfz-Werkstätten 506 117 23,1 %
Arztpraxen 1.103 254 23 %
IT-Dienstleister 278 60 21,6 %
Kanzleien 268 56 20,9 %
Apotheken 643 89 13,8 %

Tabelle · Einbindungsart

Wie der Verweis auf Google in der Seite steckt

10.276 Verweise insgesamt, eine Seite kann mehrere haben. Oft wurde die Seite umgebaut, und nur der alte Verweis auf Google blieb stehen.

Google-Fonts-Verweise nach Einbindungsart
Schrift komplett bei Google eingebunden 3.983 39 %
Verbindungshinweis im Seitenkopf (preconnect/dns-prefetch) 3.277 32 %
Google-Verweis sonst im Code der Seite 1.621 16 %
Verweis in einer Design-Datei (CSS-@import) 914 9 %
Schriftdatei direkt von Google 481 5 %

Tabelle · Schriften

Die häufigsten Schriften

Fundstellen je Schriftfamilie auf den Seiten, die Google Fonts laden.

Häufigste Google-Fonts-Schriftfamilien
Open Sans 1.627
Roboto 1.470
Montserrat 799
Poppins 569
Lato 542
Roboto Slab 535
Raleway 455
Playfair Display 421
Inter 296
Oswald 263
Source Sans Pro 247
Roboto Condensed 185

Grenzen der Erhebung: Geprüft wurde nur die Startseite, ohne Browser und ohne Klick im Cookie-Banner. Inhalte, die erst per JavaScript, auf Unterseiten oder nach einer Einwilligung geladen werden, sieht der Check nicht. Die Quote ist deshalb eher eine Untergrenze. Die Branchenwerte beziehen sich auf Seiten mit eindeutigem Ergebnis (Vergleichswert 25,6 %), die Gesamtquote von 18,7 % auf alle erreichbaren Seiten.

Methodik

Wie gezählt wurde

  • Die ganze Grundgesamtheit, keine handverlesene Liste. Aus dem vollständigen OpenStreetMap-Extrakt für Deutschland stammen 350.146 Betriebe mit eigener Website und Branchenangabe. Daraus sind 50.000 Adressen per Zufall gezogen. Keine Konzernliste, keine Suchergebnisse.
  • Ein Abruf pro Startseite. Jede Seite wurde einmal von meinem Server aus geladen. Geprüft: das HTML und bis zu 20 verknüpfte Stylesheets, auch von fremden Servern.
  • Gezählt wird jeder Verweis auf Google Fonts. Also fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com, egal ob als komplette Einbindung, als Verbindungshinweis, als CSS-Import oder als einzelne Schriftdatei. Die Aufteilung steht offen in der Tabelle, damit jede Art einzeln bewertet werden kann.
  • Unklare Fälle nachgemessen statt weggelassen. 185 unklare Seiten habe ich unabhängig nachgeprüft: 3,2 % davon laden Google Fonts. Mit dieser gemessenen Quote fließen alle 11.817 unklaren Seiten in die Gesamtquote ein. Wer sie weglässt, rechnet die Quote hoch.
  • Treffer gegengeprüft. 50 zufällige Treffer wurden unabhängig erneut geprüft, alle 50 bestätigt. Bei den großen Unternehmen wurden alle 48 Treffer geprüft.
  • Keine Domains, nur Aggregate. Welche einzelnen Betriebe betroffen sind, veröffentliche ich nicht. Der Datensatz soll zeigen, wie verbreitet das Thema ist, und keine Liste für Abmahnschreiben liefern.

Quelle der Adressen: OpenStreetMap (Geofabrik-Extrakt Deutschland), Stand 2026-09-22. Die ausführliche Einordnung, mit Branchenvergleich und den Schritten zum Umbau, steht im Artikel Google Fonts: 50.000 deutsche Firmenseiten im Check.

FAQ

Häufige Fragen zum Datensatz

Wie zitiere ich diesen Datensatz?

Mit Quellenangabe und Link auf visnakovs.de/daten/google-fonts/. Die fertige Zitierzeile steht auf dieser Seite im Abschnitt „Zitieren & weiterverwenden“. Die Nutzung ist frei, in Artikeln, Präsentationen, Studien oder eigenen Auswertungen.

Kann ich die Liste der betroffenen Websites bekommen?

Nein. Ich veröffentliche nur Summen und Anteile, keine einzelnen Domains, auch nicht auf Anfrage. Eine Liste von Betrieben, die noch Google Fonts laden, wäre eine fertige Zielliste für Abmahnschreiben. Ob deine eigene Seite betroffen ist, prüfst du mit dem kostenlosen Google Fonts Checker.

Warum weichen Gesamtquote und Branchenwerte voneinander ab?

Die Gesamtquote von 18,7 % bezieht sich auf alle 38.065 erreichbaren Seiten, die unklaren Fälle mit ihrer nachgemessenen Quote eingerechnet. Die Branchenwerte zählen nur Seiten mit eindeutigem Ergebnis, damit sich die Branchen fair vergleichen lassen. Deren Vergleichswert ist 25,6 %.

Ist jeder gezählte Verweis ein Datenschutzproblem?

Das beurteile ich nicht, ich bin kein Anwalt. Deshalb ist die Einbindungsart einzeln ausgewiesen: Eine komplette Einbindung lädt die Schrift von Google, ein bloßer Verbindungshinweis (preconnect) baut nur die Verbindung auf. Wie schwer das jeweils wiegt, kann jede Leserin und jeder Leser selbst einordnen.

In welchem Format kann ich die Daten herunterladen?

Als CSV mit den Branchen- und Gruppenwerten (Semikolon getrennt, Dezimalkomma, UTF-8 mit BOM, öffnet in deutschem Excel per Doppelklick) und als JSON mit allen Aggregaten plus einem Meta-Block mit Stand, Methodik, Grenzen, Lizenz und Zitierzeile.

Lädt deine Seite noch bei Google?

Der Google Fonts Checker zeigt es dir in ein paar Sekunden, ohne Anmeldung, und sagt dir auch, wo der Verweis sitzt.

Kostenlos & unverbindlich Antwort innerhalb 24h Du sprichst direkt mit mir