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„Ich habe alles erreicht, was man sich wünschen kann“ — mit Tim Rautenberg

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„Ich habe alles erreicht, was man sich wünschen kann.“ Tim ist per Du mit allen seinen Kunden — und genau das schätzen sie. Tim selbst? Die friedlichste Seele, die ich kenne.

In diesem Interview teilt Tim Rautenberg seine Einblicke in die Welt des Grafikdesigns und der Selbstständigkeit. Er spricht über den Einstieg ins eigene Geschäft, die bürokratischen Hürden in Deutschland und die Herausforderungen, die Datenschutz und Automatisierung für sein Unternehmen mit sich bringen.

Tim und ich diskutieren die Zukunft des Grafikdesigns durch den Einfluss von KI und die Bedeutung langfristiger Kundenbeziehungen. Wir reflektieren über Erfolg, Lebensziele, die Balance zwischen Beruf und Familie und die Rolle persönlicher Erfüllung.

Perfekt für alle, die mehr über Grafikdesign, Unternehmertum und berufliche Weiterentwicklung im digitalen Zeitalter erfahren möchten.

Transkript

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00:00 Tim, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, an den Podcast teilzunehmen. Du bist eine sehr interessante Persönlichkeit. Wir arbeiten so, also fast seit einem Jahr, nee, nicht fast, seit einem Jahr zusammen, und du bist ja im Grafikdesign unterwegs. Und da wollte ich dich einfach gerne fragen: Wer bist du, was machst du und wie kamst du zu dem, was du tust?

Ja, Danny, mein Name ist Tim Rautenberg, ursprünglich eigentlich Parz. Ich habe tatsächlich den Namen meiner Frau angenommen. Ist heute auch nicht mehr so fern aller Dinge, aber zur damaligen Zeit, ja, war schon was Besonderes. Ja, ich bin im Bereich Grafikdesign tätig. Ich bin ursprünglich Drucker, hab dann Drucktechnik studiert, Betriebswirt gemacht, die Ausbildereignung, später dann Grafikdesign und Webdesign in der DTP Akademie in Offenbach noch nachgeholt. Arbeite seit 2010 als selbstständiger Grafik- und Webdesigner, bisschen SEO ist dabei, darüber haben wir uns ja dann kennengelernt, über Google. Ja, seit einem.

01:00 Jahr arbeiten wir zusammen, haben verschiedene Kunden mittlerweile schon. Das macht sehr viel Spaß, mit dir zu arbeiten, also danke auch dafür.

Danny, sehr gern, da freut mich sehr. Es ist eine sehr schöne, offene Kommunikation und transparent, und das ist mir besonders wichtig, dass da nicht später irgendwelche, ja, Kosten oder sonst irgendwas bei uns im Wege stehen. Finde ich auch ganz wichtig. Ja, vielen Dank. Ich bin gerne Grafikdesigner, ich hatte noch nie so viel Spaß, weil von oben kommt nichts, von unten kommt nichts. Ich habe keinen Stress mit Angestellten, weil ich keine Angestellten mehr habe, was ja heutzutage sehr viele verstehen.

Du hattest mal welche? Ja, also ich habe oft früher in Teams gearbeitet, hatte ich Leute, und ich hatte auch schon, funktioniert einfach nicht, wenn man den Qualitätsgedanken hab, den ich habe, und dann auch noch, sage ich mal, günstige Preise anbieten will. Dann muss man schnell und wenigstens in gewissen Grundqualität arbeiten. Jemanden anzulernen ist schwierig, und gerade in dem Bereich.

02:00 Web- und Grafikdesign, wo sich jeden Tag Sachen ändern, ja, ist nicht ganz so easy. Brauchst man, braucht man eigentlich so ein zweiten Tim, der daneben sitzt, mit einem ähnlichen Konstrukt von der Gedankenweise, und das ist, glaube ich, schwierig, ne? Ich sag mal so, noch ein, so wie mich, hier, um Gottes Willen, nein, ein auf der Welt, ja. Das ist... das ist reflektiert, aber ich glaube, das ist wirklich schwer, jemanden mit derselben Motivation zu finden, glaube ich, das ist doch das Ding, oder? Wenn du so richtig für deine Sache brennst, und dass dann noch jemand so genauso mit anpackt, da jemanden finden, schwierig, das.

Weil ich bin so, wie du mich rufst du an, auch abends um 10 Uhr, wenn ich dann gerade am Rechner sitze oder am Telefon sitze, und die Kinder sind im Bett, dann gehe ich auch an, und dann mache ich das auch gleich. Ich habe dich in Thailand schon angerufen oder per WhatsApp kontaktiert, ich weiß nicht, wie viel Uhr es da waren, aber du warst immer innerhalb von 2 Minuten warst du dran.

Das ist haltistens sehr selten, ist, danke schön.

03:01 Danke für die Anerkennung, ja, ja, genau. Und du hast gesagt, du hattest dann mit Drucktechnik angefangen, und dann hat sich das über Webdesign entwickelt zum Unternehmertum. Wann war das, also, dass du wirklich Unternehmer geworden bist und für dich selbst gearbeitet hast?

Das war 2010. Man muss dazu so ein bisschen die Geschichte berücksichtigen, die wir hier in Deutschland hinter uns haben. In den 1990ern war ja, du konntest Drucker, du konntest ein Vermögen verdienen, du hast mehr verdient als ein Arzt. Ich habe damals in Nachtschichten gearbeitet, da gab es 90 % steuerfrei, noch mal für die Nacht oben drauf. Ich kam damals mit teilweise 5, 6, 7000 Mark nach Hause im Monat, Mark damals noch, das war jetzt umgerechnet gut 3 bis 5000 €, klingt jetzt nicht so viel, aber damals war es echt verdammt viel Geld. Das war, glaube ich, 95, kam das ganze Konstrukt dann langsam, der digitale Druck hat so seine ersten.

04:02 Man hat sich durchs Internet so langsam auch mal orientiert, Richtung Osten, Indien, China, hat dann dort Druckmaschinen verkauft, hat dann dort Aufträge hingegeben, die haben dann gekostet, ja, ab, Ei, du hast hier für einen Großauftrag hast du 100.000 hingelegt, da unten hast du das Ganze dann für 10.000 bekommen, hattest natürlich dann auch vier Wochen Wartezeit. Aber da hat sich einfach viel geändert bei uns in Deutschland. Gesundheit. Und, ja, entsprechend sind die Aufträge flötengegangen bei den großen Firmen, und das gesamte Konstrukt kam ins Wanken. Die Leute, die Druckereien haben Leute abgebaut, sind pleite gegangen, Insolvenz gegangen. 2000 gab es kaum noch Drucker rein, und ich habe gewechselt vom Druckbereich in den Servicebereich. Habe damals dann sehr viel für Tetra Pak gearbeitet, für den russischen, also für den gesamten osteuropäischen Bereich, Russland war dabei, Indien und China war dabei, bis Australien runter, da war ich.

05:02 Hauptansprechpartner im Bereich Design. Habe bin auch viel mit den Leuten dann rumgekommen, war eine ganz tolle Zeit. Dann 2009 gab es einen erneuten Ruck, und auch die Firmen, für die ich damals gearbeitet habe, sind auch alle pleite gegangen. Und jetzt stand ich, 2010 stand ich dort, hatte eine Tochter, die war 3 Monate alt, ja, und hatte keinen Job mehr. Was macht man da? Keiner sucht einen Drucker oder sucht einen Ingenieur Drucktechnik, damit hatte damals wirklich kein Mensch Interesse daran.

Meine Frau sagte dann: Mach dich selbständig. Gut, ich mach mich selbständig. Die erste Idee war, gut, ich kann gut Bildbearbeitung, Photoshop, das kann ich aus dem FF, es gibt ganz viele alte Leute, ich mache Bildrestaurierung für alte Fotos von alten Leuten, es war so meine erste Idee. Ich habe einen Businessplan aufgestellt, wurde auch überall abgenickt, habe mich selbstständig gemacht. Natürlich ging das in die Hose, aber daraus entwickelte sich nach und nach dann der Bereich, dass ich dann Webseiten erstelle, dass ich.

06:02 Auch Druckdaten aufbereite, dass ich für Leute Visitenkarten mach, Logos erstelle, ja. Und mittlerweile ist das Geschäft 50 % Webseiten und 50 % Drucksachen.

Ja, voll spannend. Also du hast dann in einer Notsituation gedacht, okay, ich mach mich selbstständig, ich mache Bildrestaurierung, und dann sagst du, also, das ist ja, ich wde immer so spannen, wenn Unternehmen dann so, mit zwischendrinner, wie, natürlich ging das in die Hose, aber, und dann wurde wahrscheinlich dann eine Idee geboren, oder irgendwie ein Netzwerk erstellt, dass du dann verwendet hast. Also war das dann, war das dann trotzdem motivierend genug, oder hast du dann gesagt, okay, alles klar, wenn das nicht, dann lieber was anderes, oder hat sich einfach so spontan entwickelt?

Auch die Ideen haben sich meistens am Frühstückstisch entwickelt, mit meiner Frau zusammen. Wir haben da gesessen und haben dann diskutiert, und irgendwann kam ich dann drauf, auch, Mensch, ich könnte auch ein Spiel entwickeln. Gut, habe ich ein Spiel entwickelt, so ein Gesellschaftsspiel, Brettspiel, ist natürlich auch nichts geworden. Und ich habe ganz viele Sachen gedacht. Ich habe 2010 meinen ersten Onlineshop gemacht und habe dann Kinderklamotten.

07:05 Verkauft, spannend, okay. Das ging sogar relativ gut, also es hat auch richtig Spaß gemacht, war aber auch ganz schön stressig. Und nachdem ich gesehen habe, Mensch, mit Webshop, das funktioniert ja ganz einfach, dann kam es dann dazu, dass ich dann für andere mal den Webshop gemacht hat, und dann kam es zu einer Webseite, und dann kam halt eins noch zum anderen. Zwischenzeitlich habe ich dann noch bei der DTP Akademie dann meinen Webdesigner gemacht und den Grafikdesigner in Abendschule, ich war 2013 mit einem fertig, und dann hat auch wirklich das Geschäft so angezogen, dass man davon auch leben konnte.

In der Zwischenzeit, bevor du davon leben konntest?

Na ja, ich sag ja, Onlineshop, Kinderklamotten verkauft, also ich habe wirklich dann hier in China Shops, habe ich dann Kinderklamotten eingekauft, also ganz süße Sachen, z. B. Anzüge für Dreijährige und Brautkleider, also, so, Konfirmationskleider für kleine Mädchen, ganz in Weiß und Pink, die habe ich dann über den Onlineshop, über eBay und, ne, Amazon, damals noch nicht, hauptsächlich eBay und den Onlineshop.

08:05 Angeboten. Im Einkauf haben die Sachen 6 € gekostet, im VK 29,99, und da ließ sich dann schon ganz schön Geld generieren.

Also hast du dann tatsächlich, also heutzutage nennt man sowas Dropshipping, aber du sprichst davon so, als ob du wirklich die Sachen dann wirklich bei dir selbst eingelagert hättest, dann selber verpackt hättest und weggeschickt hättest, oder war das damals... Ach, krass, das ist ja heutzutage eine Seltenheit, dass man so viel Aufwand dafür betreibt.

Gut, darf nicht vergessen, eigentlich wollte ich was ganz anderes, das war eine Notlösung, einfach um über Wasser zu bleiben. Eine Tochter, die war drei Monate oder vier Monate dann alt, und irgendwo musste das Geld ja herkommen. Und es war halt der Weg, den ich kannte, ich konnte Grafik, ich konnte die Sachen aufnehmen, ich konnte die auch in den Onlineshop, der mich damals wirklich nur einen Apfel und ein Ei gekostet hat, einstellen. Werbung konnte ich ein bisschen machen, ich wusste was über Suchmaschinenoptimierung. So, Frau als Berater am Frühstückstisch, klingt aber auch was sehr Schönes, dass wir dann zusammen quasi den, denen.

09:06 GEAB hat, ich habe halt ein Riesenglück, meine Frau ist Steuerberaterin, die kennt sich auch bei KMU sehr gut aus, also klein- und mittelständische Unternehmen, und hat dort sehr viele Unternehmen schon geprüft. Die wusste ganz genau, was ich steuerlich zu beachten habe, und das hatte natürlich einen wahnsinns Vorteil auch, dass sie mit ihrem Know-how mich halt mit der Selbstständigkeit am Anfang direkt unterstützen konnte.

Wenn du jetzt ein neues Unternehmen hast und kommst dann erstmal dahin und sagst, okay, ich brauche jetzt einen Steuerberater, was muss ich eigentlich denken, wie muss ich das Ganze anmelden, was ist mit ELSTER, die wir hier in Deutschland haben, also jeder Selbständige, der das Wort Elster hört, der kriegt jetzt schon graue Haare, wenn er noch kein hat, und weißt du, wenn du diesen ganzen Brocken einfach abgeben kannst, das ist ein riesen Vorteil.

Ja, dann hast du ja aber einen ganz spannenden Einblick in die Thematik, der wahrscheinlich tiefer geht, aber bei irgendjemand anderem. Man sagt heutzutage, ist die Unternehmensgründung in Deutschland nicht lukrativ, vor allem, also, das, ja.

10:06 Kein Startup-Land sind, bist du... Da bist du, würdest du diese Aussage unterstützen? Definitiv, ja. Woran liegt das? Die Bürokratie in Deutschland ist eine, ist eine riesen Hürde. Ich würde die Bürokratie sogar noch vor den Fachkräftemangel stellen, jetzt aus meiner Sicht gesehen, aber ich bin auch kein großes Unternehmen, ich denke mal, die sehen das ein bisschen anders. Aber wenn du jetzt aus dem klein- oder Mittelstand kommst, was du da alles zu beachten hast, das ist unglaublich.

Du kennst es auch, mit der DSGVO hast du ja auch kämpfen, da bist du eher, da bist du eher immer wieder mein Ansprechpartner, du hast dann ja auch eine sehr große Fortbildung dazu gemacht, oder nicht? Ja, zum Datenschutzbeauftragten habe ich jetzt gerade diesen Januar abgeschlossen. Glückwunsch.

Gott, das würde ich mir nicht antun, mein höchster Respekt an jemanden, der sich da dieses Buch allein schon durchliest, also, ich hab es noch hier liegen, das ist nur eins von den Bücher, man muss ihn natürlich nicht ganz durchlesen, aber man muss wenigstens verstanden haben, worum es dabei geht. Ich mache auch nicht den gesamten Bereich.

11:06 Das heißt, ich gehe nicht in Unternehmen rein und berate die wirklich in allen Bereichen, was den Datenschutz betrifft, aber ich habe mich fokussiert einfach auf die Webseiten, und das reicht auch vollkommen. Also, wenn du da versuchst, den Datenschutz zu verstehen und auch umzusetzen, zeitnah, ist das genug Arbeit, glaube ich. Aber wie findest du...

Also ich bin ein sehr großer Vertreter davon, also, wir hatten ja schon einen anderen Fall, wo ich gesagt habe, also, Gott, das, so genau und so penibel, wie man das nehmen muss. Ist es denn, ist es denn wirklich etwas, was auch tatsächlich funktioniert? Und wir, in Zentraleuropa, vor allem die Deutschen, die sind ja ganz stark dafür, dass das alles ordnungsgemäß ablaufen muss, vor allem, was den Datenschutz betrifft. Und hast du das jetzt gemacht aus einer persönlichen Überzeugung, dass der Datenschutz wichtig ist, oder weil du gedacht hast, okay, das bietet sich auch einfach wirtschaftlich total an, sowas umzusetzen?

Das braucht auch, jeder, zweiter Fall, ganz klar, zweiter Fall. Ich finde, der Datenschutz, der ist ja auch gar nicht für uns Kleine gemacht gewesen, der Datenschutz war für Google, für Facebook.

12:08 Für Amazon und, also, für die großen, für die Big Player, die sollten halt begrenzt werden in ihrer, das nicht wirklich, oder nur sehr begrenzt. Klar gab es Regelungen, gerade Google musste sehr viele Regeln am Anfang einstecken, 2013 gab's da die erste Klatsche für Google. Natürlich hat es funktioniert in dem Bereich, aber es ist halt wirklich nur eingedämmt, weil wenn du den Service haben möchtest, den beispielsweise Google liefert oder Facebook, wie sie auch alle heißen, musst du auch Daten preisgeben, all das funktioniert ja gar nicht. Und viele sagen ja auch, klar, ich gebe alles frei, ich bekomme ja dann auch Angebote, die ich gerne haben möchte, wonach ich jetzt gerade suche, das will ich ja, das ist ja auch quasi der Zweck der ganzen Angelegenheit.

Das heißt, Google hat ja auch tatsächlich, sag mal, die wollen die Daten, aber die geben ja auch dafür etwas zurück, die Datensammelwut jetzt dermaßen.

13:08 Überhand genommen hat, ja, gut, dafür gibt's jetzt halt die Regeln. Ich bin jetzt kein Freund aller Regeln, ich finde, was jetzt z. B. mit dem Google passiert ist, du hast das vor zwei Jahren mitbekommen, die Anwälte, die das hier in Deutschland und Österreich angeschoben haben, sitzen jetzt selbst vor Gericht und mussten alles Geld wieder zurückgeben, was sie erwirtschaftet haben durch ihre Drohungen. Fand ich schon mal sehr interessant, fand ich cool, da wurden die klein wenig geschützt. Ich glaube, ich weiß nicht, wovon du sprichst, kannst du das ausführen?

Ach, das hast du gar nicht mitbekommen, war eine coole Geschichte. Wenn du Google Fonts benutzt auf deinen Webseiten, auf deinen Shopsystem, ohne dass du die lokal einbindest, das heißt, also ziehst die direkt aus den USA für deine Webseite, ich meine, wir reden hier von einer zehntel Sekunde oder sowas, wie das dauert. Also genau, also live quasi, dass die runtergeladen werden vom Server, wenn du die anzeigen lassen möchtest, okay.

Das ist eigentlich voreingestellt bei den meisten Themes und Webseiten und Shopsystemen, dass die nicht lokal installiert sind. So, wenn du das machst, gehen.

14:08 IP-Informationen nach Amerika, aber die IP-Information ist eine benutzerdefinierte Information, auf die man schlussendlich auch auf den Nutzer selbst zurückkommen kann. Das heißt, also, wenn man dort dann hier nachfragt beim Provider, kriegt man doch tatsächlich auch den Namen heraus, natürlich in Deutschland nur mit einem entsprechenden Gesetz, also man kann nicht einfach da anrufen, aber es ist möglich, und das ist schon verboten, entsprechend analog der DSGVO.

So, das haben drei Anwälte ausgenutzt und haben maschinengenerierte Mahnungen rausgejagt, das waren immer so um die 200 €, und das waren, ich glaube, der eine, der hat knapp 200.000 Mahnungen rausgejagt innerhalb von wenigen Monaten, und jetzt haben, ich glaube, 10 % der Leute haben bezahlt.

Ja, das ist schon mal ordentlich Geld. Ja, und Gericht, also, er wurde dann selbst angezeigt, Gerichte haben dann den Anwälten nachgewiesen, dass das Ganze.

15:09 Maschinengeneriert war, also, dass es nicht eine Person war, die sich da wirklich, von, die Angst hatte, dass ihre Daten nach Amerika gingen, sondern das war einfach nur Geldmacherei. Ja, und das Ganze ist dann quasi eingestellt worden, und das finde ich auch sehr gut, und deswegen, ich sehe die ganze Datenschutzgeschichte relativ entspannt. Also es muss nicht jeder, der die Grundinformation und der nach bestem Wissen und Gewissen Datenschutz selbst aufgesetzt hat, Angst haben, dass er jetzt deswegen abgemahnt wird oder direkt eine Strafe zu zahlen hat, sondern wenn man sich informiert hat, wir die Grundinformation in dem Impressum und Datenschutz einbringt nach bestem Wissen und Gewissen, ist man erstmal eigentlich ganz safe.

Wenn man es richtig echt machen will, ja, dann zahlt man ein paar hundert Euro für jemanden, dann hat man auch eine ordentliche Datenschutzseite.

Nur, sind mal so, klein Unternehmen, für die sind 200 € viel Geld. Absolut, und die müssen das auch erstmal erwirtschaften, bevor sie sowas machen können, und da bin ich halt ganz entspannt, ich sag, Leute, lass mich mal ganz kurz drauf gucken, auch, also im Grunde.

16:10 Genommen, passt das ganz gut, setz noch das und das rein, und gut ist.

Ja, also grundsätzlich, wenn ein mittelständisches Unternehmen führt, dann sollte so ein Invest auch deutlich machbarer sein, also was sind denn die Opportunitätskosten, da kommt irgendein blöder Anwalt, oder da kommt man irgendwann vor Gericht, weil man irgendein Bild verwendet hatte in einer großen Werbekampagne, dass man nicht darf, und dann passt auch noch das Impressum nicht. Also ich denke, das macht Sinn, sowas zu investieren, und für kleine Unternehmer da gibt es ja ganz gute Lösungen, die auch halbautomatisiert laufen, also diese ganzen eRecht24-Generatoren, z. B., hältst du davon viel, oder meinst du, das macht ja gut?

Ja, natürlich, also für klein Unternehmen, also klein- und kleinst Unternehmen, perfekt, auch für die Mittelständler ist das absolut in Ordnung, da wird alles abgefragt, man muss natürlich, wenn man diese Generatoren bedient, auch Ahnung davon haben, das heißt, also da werden dann Sachen abgefragt, da muss man einfach auch die Webseite kennen, 08/15-User, der kann damit nichts anfangen, das heißt, du musst dich mit der Webseite und.

17:10 Mit dem CMS-System oder mit dem Shopsystem einfach auskennen, um dort auch Generator die richtigen Sachen anzuklicken. Was Bildrechte betrifft, ist schon wieder was ganz anderes, das ist ja eine Straftat, das hat also nichts mit der DSGVO zu tun, wenn du ein Bild klaust, ist das Urheberrechtsverletzung. Da sollte aber wirklich mittlerweile jeder geimpft sein, also jeder weiß, wenn ich ein Bild aus dem Internet klaue, verwende das auf meiner Seite, dann ist man halt nachher 500 oder 1000 oder mehr Euro los.

Wie wird das eigentlich geprüft, das habe ich mich schon immer gefragt, also wer, also ist das eine Maschine, die drüber geht und guckt sich das an, oder wo ist es wirklich, also, oder ist die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert, gering, weil es muss der Urheber von diesem Bild sehen und dann dich anklagen oder abmahnen oder das anzeigen?

Gute Frage, habe ich mich auch lange gefragt, wie funktioniert das, und ich, also bei eRecht24, die ganzen Webinare, die es da gibt, die ziehe ich mir tatsächlich, wenn ich Zeit habe, auch alle rein, und das Schöne ist, das sind selber Anwälte, die sich mit der Thematik wahnsinnig gut.

18:10 Auskennen, und die haben das mal erklärt, wie das Ganze funktioniert, und das geht so: Du hast bei Google, hast du auch die Bildersuche, oh nein, das heißt, jeder kann bei Google ein Bild auch hochladen, um zu gucken, gibt das gleiche Bild noch mal irgendwo, es geht ganz einfach. Und es gibt Anwälte, die haben sich darauf spezialisiert, die gehen einfach ins Netz, suchen sich Bilder aus, laden die über die Google-Suche hoch, gucken, ob das irgendwo geklaut ist, gucken, wer der Urheber ist, und machen dann für den Urheber schon eine Klage fertig, und dadurch können sie natürlich, die Anwälte, Geld generieren, und der Urheber profitiert auch davon, weil er bekommt nachher dann den Schadenersatz raus.

Spannend, da hilft unser großes Anwaltssystem natürlich deutlich, dass man auch die Kapazitäten hat und die Freizeit und sowas, dann auch einen Umsatz zu generieren. Wir haben viel zu viele Anwälte und viel zu wenig Richter bei uns in Deutschland, so sehe ich das.

Ob das jetzt tatsächlich zutrifft, weiß ich nicht, ich habe es gelesen, aber wenn ich mir die Geschichten anhöre, dann scheint.

19:11 Das ja zu stimmen. Lass uns doch gerne ein Schritt zurückgehen zu deiner persönlichen Laufbahn, du hast ja erzählt, dass du dann dich immer wieder mit verschiedenen Ideen selbstständig gemacht hast, und du hast ja auch vorhin gesagt, dass du dann ab einem gewissen Zeitpunkt ja auch Mitarbeiter hattest und hast dich dann ja im Anschluss entschieden, doch keine, also doch, das lieber alleine zu machen. Das heißt, ab gewissem Punkt muss es dann auch ein Ausmaß angenommen haben, wo das funktioniert hatte, und doch gedacht hast, okay, jetzt brauche ich Hilfe vielleicht, das würde mich sehr interessieren, wann das passiert ist und wie das gelaufen.

Das war 2014, 2015, wo ich einfach mit einem meiner Großkunden aus Rüsselsheim alleine nicht mehr parat kam, das heißt, ich brauchte einfach Unterstützung mit freien Mitarbeitern, ich habe auch mal einen hieritzen gehabt bei mir, das hat aber alles einfach nicht.

Es muss, also, sämtliche Aufträge mussten kurzfristig erfolgen, das heißt, also, wenn ein neuer Flyer reinkam, die Information des Flyers reinkam, musste der fre Flyer auch innerhalb von.

20:11 Vier Tagen umgesetzt werden, die Information mussten auf der Webseite stimmen, Preise mussten angepasst werden, das war alles sehr kurzfristig, und die Mitarbeiter und die freien Mitarbeiter waren einfach nicht dazu in der Lage, so kurzfristig das Ganze mit anzunehmen, also einfach mal abends auch mal vier Stunden länger zu arbeiten, das war nicht drin. Und schlussendlich habe ich mich dann von den freien Mitarbeitern getrennt, ich habe mich aber auch von dem Unternehmen getrennt, das immer so kurzfristig haben wollte, weil es einfach nicht gepasst hat.

Woran würdest du sagen, es ist eventuell gelegen, dass es mit den vier Stunden extra abends nicht funktioniert hatte für die Leute?

Ich glaube, das hat was mit Arbeitseinstellung zu tun, entweder machst du etwas gerne und bist auch bereit dazu, ich sag mal, deine Freizeit zu opfern und auch abends mal was zu machen, oder du sagst halt eben, meine Wochenenden und meine Abenden gehören mir und meiner Familie und meinen Kindern und Freunden, und dann bist du halt besser ein Angestellter, der irgendwo in der großen Firma arbeitet, aber in meinem Bereich musst du eigentlich, ich sag mal, 16.

21:11 Stunden mindestens am Tag erreichbar sein, jedenfalls zur damaligen Zeit war das so, und auf die Weise habe ich mir auf den größten Teil meine jetzigen Kunden noch, sag mal, akquirieren können, weil sie einfach davon begeistert waren, wenn die was gefragt haben, kam innerhalb von einer Stunde eine Antwort, so wie bei dir auch, und umgesetzt wurde das meistens auch innerhalb von ein, zwei Tagen.

Stimme ich zu, genau, also, das gewinnt ja so viel an Vertrauen, und das zeigt, das spricht ja so viel von deiner Arbeitsmoral, oder davon, dass es dir nicht nur vielleicht um das Geld handelt, ne, du sagst ja selbst, du versuchst ja auch für deine Kunden einen gewissen Preis zu behalten und dann noch so einen Service zu leisten, das ist eine Seltenheit.

Ja, gut, den Preis, der ist halt angepasst, also jetzt lach bitte nicht, ich habe tatsächlich mit 29 € vor 15 Jahren angefangen, mich haben alle ausgelacht, aber wenn du ganz frisch auf dem Markt bist, kannst du entweder, ja, über Qualität überzeugen, aber wenn du keine Kunden hast, wie willst du die erstmal rankriegen, da kommst du nur beim Preis dran, und ich.

22:12 Habe tatsächlich mit eBay Kleinanzeigen angefangen, habe dort Leistungen angeboten für einen wirklichen Spotpreis, und so habe ich zwei Jahre lang erstmal so ein, ja, ein Sockel von etwa 100 Kunden zusammengesucht, hab mir dann Wertungen schreiben lassen, habe meine Webseiten dann halt mit den Erzeugnissen, mit den Webseiten und Drucksachen bestückt, den Leuten gezeigt, was ich kann, und dann gingen die Preise dann auf 39, 49, 59, und jetzt seit einem Jahr 69 € hoch.

Ich weiß auch, 69 € ist jetzt immer noch günstiger Preis, also denke ich jedenfalls, also es gibt mit Sicherheit auch Startups, die jetzt noch günstiger sind, aber ob die die Qualität auch bringen, das weiß ich nicht. Das hat so viel von Arbeitsmoral zu sagen und von der Einstellung zum, ich möchte was erreichen, weil ich habe, als ich angefangen habe, auch kostenlos gearbeitet, und das mache ich bis heute noch, wenn ich der Überzeugung bin, dass es langfristig irgendein Mehrwert für mich haben wird, bzw. wenn.

23:12 Ich der Meinung bin, ja, gut, das ist jetzt, also das können wir den Tisch fallen lassen, das ist nicht so relevant, und viele, die aus einem Arbeitsverhältnis kommen, weil im ganz normalen 9-to-5-Job, halten das für total sinnfrei, seine Leistungen günstiger anzubieten als bevor, oder sogar kostenlos.

Meinst du, es hat was vielleicht mit dem Ego zu tun, oder vielleicht mit einer anderen Erwartungshaltung, oder hat es vielleicht mit dem System zu tun, wo wir aufgewachsen sind?

Ja, definitiv, also wir in Deutschland, wir sind verwöhnt, wir sind auch, ja, wie sagt man das am besten, wir haben 70 Jahre lang Luxus genossen, der immer weiter gestiegen ist, 70 Jahre, ja, fast, also in den 50er Jahren kam der Aufbau, dann kam die Babyboomer, es ging eigentlich immer nur aufwärts, in den 90er Jahren, wo da eigentlich ganz Europa einen Knick hatte, wo es.

24:12 Abgestürzt ist, kam bei uns die DDR dazu, die neuen Bundesländer, da wurde investiert, das heißt, Westdeutschland, Gesamtdeutschland hat enorm davon. Wir hatten niemals irgendwo so einen Abschwung, und ich glaube, das hat sehr viel damit zu tun, wie wir jetzt hier momentan leben. Das hat auch so ein bisschen, glaube ich, was mit der Meckerkultur in Deutschland zu tun, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil es uns ja eigentlich Schweine gut geht.

Und ich denke mal, dass es daran liegen könnte, und die Arbeitsmoral, gut, ich bin Jahrgang 68, ich bin es gewohnt zu arbeiten, schon immer, du bist Generation Z, der man eigentlich nachsagt, nicht zu arbeiten, ich kenne dich aber nur als Arbeitstier, der quasi 24 Stunden erreichbar ist, deswegen denke ich mal, kommt das mit uns eigentlich auch ganz gut nachvollziehen. Ja, ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so ganz genau, ich kann mir nur vorstellen, dass es an der Mentalität liegt.

Ja, spannend. Ich bin, ich...

25:13 Bin sehr ähnlichen Meinung, ich bin ja gar nicht so in Deutschland aufgewachsen, also das war nur die Hälfte meines Lebens, die ich hier verbracht habe, aber bemerkenswerterweise musste ich dann auch zu einem gewissen Zeitpunkt feststellen, dass die Leute auch echt schon, na ja, dann stehen halt zwei Autos vor der Garage, vor einer Garage, die an ein Haus gebaut ist, und irgendwie wird trotzdem sehr viel, vielleicht nicht mal unbedingt gemeckert, aber die Wertschätzung, die F, das öfteren, würde ich behaupten, definitiv.

Also wenn ich mir bei uns im Neubaugebiet angucke, was hier alles abgeht, jeder hat mindestens zwei Autos, und es wird gemeckert über Ausländer, und die würde es überhaupt nicht funktionieren, mal dazu sagen, es wird gemeckert über die Politik, ja, okay, Ampel ist Geschichte, ist nicht jeder mit einverstanden, kann ich sogar gut nachvollziehen, weil die Bürokratie, wir hatten es ja eben schon mal, ist einfach nur exorbitant, auch die Wirtschaft, was da jetzt momentan passiert, finde ich einfach nur eine Katastrophe.

Aber das geht jetzt im Bereich.

26:14 Politik, lass uns das gerne auslassen.

Ja, gerne, also die Thematik per se gerne weiterführen, aber ich glaube, das endet ja nie gut. Du wirkst wie ein super zufriedener Mensch, also, du wirkst auch wie, also, du hast, du wirkst auf mich nicht, auf mich so, als ob du jetzt auch noch 10.000 weitere Meilenschritte erreichen wollen würdest, aber auch nicht so, dass du faul bist und das alles erreicht hast, was du hattest, aber du wirkst einfach sehr zufrieden, stimmt es? Also bist du zufrieden mit dem, wie das unterläuft?

Absolut, also, ich meine, ich habe alles erreicht, was man sich wünschen kann, ich habe ein Haus, ich habe ein Auto, auch wenn es nur ein 44-PS-Elektro-Flitzer ist, na ja, Flitzerschnäckchen ist's, Kinder, die sind gesund, was will ich denn mehr, ich habe einen Job, der mir Spaß macht, wenn kein Kunde da ist, dann nehme ich mir eine.

27:14 Stunde Freizeit und hau mich auf die Couch, also, das ist schon ein ziemlich geiles Leben, was wir hier haben. Ich habe die Zeit, mich und meine Tante in Amerika zu kümmern, die ich alle zwei Monate besuche, für 6 Tage, das ist schon, das sind Luxussachen, die hat nicht jeder, und da kann man auch einfach zufrieden sein.

War das schon, war das vorher auch so, als du angefangen hast mit Selbständigkeit, du, dass du hast, du das auch schon so gesehen?

Wir müssen, nee, ne, ne, es geht gar nicht um den Luxus, ich meine wirklich diese Sicht auf die Dinge, nein, definitiv nicht, also wenn du dich selbständig machst und du hast nicht den finanziellen Background, du hast also nicht Geld zur Verfügung, bis der Arzt, musst jeden Pfennig zweimal umdrehen, dann ist Angst da, dann ist Existenzangst da, und Existenzangst ist etwas, was deine Zufriedenheit extrem STT, also wenn du wirklich hier auf Aufträge angewiesen bist und die kommen nicht, und du hast Angst, dass nichts weiter kommt, und du machst wirklich alles dafür, dass das weitergeht, du machst Werbung ohne Ende, und dann kommt irgendwas, dann kommt eine.

28:14 Reklamation, wo du wieder die Hälfte zurückzahlen musst, das beschäftigt dich, und das waren wirklich die ersten drei, vier Jahre der Selbständigkeit, war das extrem schwierig, ja, wenn du Familie hast und Kinder hast und Verantwortung hast, dann ist das halt schwer.

War da noch eine andere Situation, so ein anderer Tiefpunkt, nach dem Anfang deiner Selbständigkeit, nach den 3, 4 Jahren, wo du sagst, das war noch so ausschlaggebend für die weitere Entwicklung?

Nein, also die Anfangszeit war die schwierigste Zeit, wenn ein Kunde jetzt kommt und quer schießt, dann schießt er halt quer, das gehört dazu, das muss man als Selbständiger lernen, dass nicht immer alles einwandfrei läuft, dass nicht alle Kunden super nett sind, dann beendet man das Arbeitsverhältnis, man verzichtet mal auf den Tausender, kann vorkommen, aber dann sollte man auch wirklich, wegen seinem Seelenheil, auch sagen, komm, lass uns das Ding jetzt einfach weglegen, reg dich nicht auf, mach weiter, und diese Lässigkeit und diese, ja, dass du einfach.

29:18 Sagst, ich bin so cool, damit kann ich gut umgehen, das gehört dazu, also wenn du zufrieden sein möchtest, musst du mit solchen Sachen einfach abschließen, bin ich der Meinung.

Was ist dann für dich so das Wichtigste, also was so die persönlichen und beruflichen Werte angeht?

Gut miteinander umzugehen. Die meisten meiner Kunden, die ich jetzt noch habe, also viele von denen, du siehst, ich komme mit denen super parat, die kommen hier vorbei, bringen wir als Dank auch mal eine Flasche Jägermeister mit, ja, schön, ich unterhalte mich mit denen, ich besuche die, wir reden auch so, wie ich mit dir rede, mit denen rede ich auch so am Telefon, ich kenne ihre Probleme, ihre Ängste, sind wahnsinnig viele Geschäftsführer aus dem Mittelstand dabei, die die gleichen Sorgen haben, die du überall liest, wenn du die akak Zeitung aufmachst, dann liest du darüber, du kriegst kein anständiges Personal mehr, die, ja, sie wollen alle wahnsinnig viel Geld und wahnsinnig wenig dafür machen, das ist eins der Hauptprobleme, und natürlich die Bürokratie, und wenn du.

30:18 Dich dann mit den Leuten unterhältst, und du bist auf einem Nenner, ist es eine schöne Sache, macht Spaß, mit den Leuten sich zu unterhalten, und diese Transparenz und diese Offenheit, die du dann hast, die macht halt sehr viel aus. Würdest du auch sagen, dass da so ein bisschen Loyalität für dich mitschwimmt?

Natürlich, gar keine Frage, wenn ein Kunde zu mir kommt und sagt, hier, pass auf, ich arbeite mit dir zusammen, aber auch nur mit dir, aber das Gleiche erwarte ich auch von dir, dann mache ich das. Wir haben einen gemeinsamen Kunden, unser erster gemeinsamer Kunde, da ist das auch so, dem habe ich auch gesagt, hier, pass auf, ich arbeite für dich, aber für keinen anderen in diesem Bereich, damit kein Interessenskonflikt entsteht.

Wie bitte? Recht habe ich jetzt nicht, das habe ich nicht verstanden. Damit kein Interessenskonflikt entsteht, meinst du? Wenn das von vornherein kommuniziert wird, dass der Kunde Wert darauf legt, dann akzeptiere ich das auch, das ist ja meine Entscheidung, ob ich ja oder nein sage, und wenn ich ja sag, dann stehe ich dazu, dann ist das auch eine Art, loyal zu sein.

31:21 Der Kunde schwierig ist, du weißt, wovon ich spreche, das ist manchmal so, wie gesagt, das ist in Ordnung.

Ja, wie gesagt, also man hat ja einfach mit menschlichen Seelen zu tun, die auch einfach Angst haben, ne, und da kann sich auch ein Geschäftsmann einfach nicht damit auskennen, was wir teilweise tun, der wir einfach Sachen teilweise erledigt haben, und ich glaube, die Power dahinter, einen Tim Rautenberg da sitzen zu haben, an dem, auf dem man sich verlassen kann, wo man sagt, du, nach so viel Jahren Zusammenarbeit, wenn du sagst, es passt, dann passt es.

So, ich glaube, das ist so, das ist für mich auch so relevant, die Community und das Netzwerk. Ja, aber, also, generell, ich sehe sehr viel Macht darin, wenn man also kein Geld verdient, aber dafür das Netzwerk aus Menschen hat, wo man sich immer hinwenden kann, se, das ist eine Webseite, ein kurzer Tipp zwecks Datenschutz oder so, oder man sich gegenseitig empfehlen kann, und man sagt, man weiß, auch da wird auch passieren, da ist diese Arbeitsmoral dahinter, ja, und natürlich das Netzwerk.

32:22 Was du dir in den Jahren aufgebaut hast. Ich bin auch sehr froh, dass ich dich jetzt vor einem Jahr gefunden habe.

Danke, und ich hatte in dem Bereich Google, hatte ich wirklich immer meine Probleme, ich habe es bis, ja, eigentlich bis Anfang letzten Jahres versucht, immer selbst irgendwie zu händeln, kam aber schlussendlich dann tatsächlich dazu, dass es, ohne dass man ganz tiefen Einblick in Google hat und auch dieses Wissen in Analytics und Google Ads, dass es überhaupt nicht möglich ist, also entweder beschäftigt man sich wirklich sehr eingehend mit der Thematik, aber ansonsten ist das nur alles halbgebildet, und das war auch der Grund, wo ich dich damals dann angesprochen habe, ob du das nicht übernehmen kannst, für den ersten und für den zweiten Kunden, und bin auch sehr glücklich noch darüber.

Das freut mich, freut mich so, zu, ja. Es ist auch mit Webseiten ja auch so, ne, also ich geb's auch sehr gerne ab, ich habe kein Interesse dran, da bei vielen Themen durchzusteigen. Zu Zufriedenheit ist das, was wovon.

33:23 Du viel sprichst, aber viele streben so ein Glücksgefühl an, ist, geht es für dich einher, oder ist es dasselbe, oder hat das eine den Bezug zum anderen?

Ist es, ja, das Glücksgefühl ist definitiv dabei, hast du jetzt hier einen Auftrag ordentlich abgeschlossen, und der Kunde kommt hin und sagt, boah, lieber Herr Rautenberg, das Ding, das ist der Knaller, vielen herzlichen Dank, und dann kommt, 5 Tage später kommt noch eine Flasche Sekt hier per Post an, dann ist das ein Glücksgefühl, dann ist das eine, das ist toll, wenn du sowas bekommst, das ist die Bestätigung für deine Arbeit, ich meine, darauf kommt es doch letztendlich an.

Und ich kann ja auch vorstellen, viele im Job, die ganz normalen 9-to-5-Job haben, die nicht diese Bestätigung von ihren Chefs bekommen, dass das mit ein Grund ist, warum die irgendwann mal sagen, ich habe keinen Bock mehr, weil du brauchst Bestätigung für deine Arbeit, und wenn du nicht bekommst, ist das unbefriedigend, und für mich ist es halt wirklich ein Glücksgefühl, sowas zu haben, genauso wie wenn ich jetzt eine neue Software bekommen, Photoshop hat jetzt die KI.

34:25 Entwickelt, als ich die ersten Ergebnisse gesehen habe, ich habe hier, ich war entzückt, das war der Hammer, was ich da gesehen habe, was diese KI jetzt kann. Cutap hat jetzt, das ist ein KI-Tool, was ich auch sehr viel nutze, hat das Ganze jetzt weiterentwickelt, gestern, ich habe mir es gestern angeguckt, ich war begeistert, das sind auch Glücksgefühle, weil es einfach ein Bereich ist, der mir macht, spannende Thematik.

Ich habe gar nicht dran gedacht, dich das zu fragen, als Grafikdesigner, aber findest du, dass du eventuell umstrukturieren musst, was deine Dienstleistung angeht?

Ich glaube, ich, ja, also wegen der künstlichen Intelligenz, wie du es gerade selber sagst, die ganzen neuen Funktionen, hast du mir sehr begeistert davon erzählt, die letzten Male. Absolut, also wir müssen alle umdenken, der Beruf des Grafik- und des Webdesigners wird sich grundlegend ändern, in den nächsten 2 D Jahren, davon gehe ich ganz fest aus, allein die Texterstellung.

35:25 Ist so weit fortgeschritten, dass du demnächst einen SEOler oder einen SEO-Menschen, der für Texte da ist, eigentlich fast gar nicht mehr brauchst, du brauchst nur noch jemanden, der sich damit auskennt, der das Ganze noch mal überarbeitet, aber die Hauptarbeit machen mittlerweile KI-Tools, die du dann halt, wo du die Texte anpasst.

Ich gehe davon aus, dass wir in zwei Jahren ein Tool haben, du gibst Stichworte ein, und ein Tool erstellt dir eine Webseite anhand dieser Stichpunkte, die Tools werden sich so weiterentwickeln, dass du dann sagst, ich möchte die Webseite dahingehend abändern, und das System macht das automatisch, und du bekommst ein HTML-Konstrukt mit Bildern, was wirklich schweinegut aussehen wird, gute Texte hat, was du online stellen kannst, für einen Apfel und ein Ei. Das heißt, ich werde in dem Bereich wahrscheinlich gar nicht mehr machen.

Gibt's schon, ja, aber die funktionieren noch nicht so richtig gut, das bei dem Erstellen ist ziemlich cool, das funktioniert tatsächlich gut, da fehlt aber das Abändern. Ich finde, wir wechseln da gerade so diese Dimension von, okay, jetzt haben wir so viel Power zur Verfügung, aber wir sind.

36:26 So langsam beim Tippen, im Sinne von, dass die Eingabemethode sich jetzt ändern muss, also irgendwie müssen wir mit so einer schnellen Reaktionszeit der Maschine jetzt klarkommen, und da sind wir, also da sind wir, glaube ich, dann nutzen wir einfach nicht das komplette Potenzial aus, weil wir durch die Tastatur oder durch die Handytastatur oder durch was auch immer beschränkt sind, durch das Handy oder so, Spracheingabe, ich denke, das ist so das, woran, ja.

Ich habe jetzt gerade über einen Prompt-Artisten aus Amerika gelesen, habe ich auch einen kleinen Blogbeitrag zu, hab ich gemacht, was ist eigentlich ein Promptartist, und Prompt ist ja die Eingabe, die du für die KI brauchst, und ich glaube, das ist so das größte Manko, was die KI momentan noch hat, die richtigen Prompts zu finden, die richtige Eingabe zu finden, dass nachher was rauskommt, und das wird sich, glaube ich, dieses Jahr wirklich stark verbessern, dass es vereinfacht wird, dass du von der KI durchgeleitet wirst mit entsprechenden Fragen, dass du im Endeffekt nachher etwas herausbekommst, und ich glaube, mein.

37:27 Beruf wird in paar Jahren komplett anders aussehen, du wirst noch jemanden brauchen, der im Endeffekt vielleicht Kleinigkeiten korrigiert, das wird dann so sein, was der Grafiker macht, aber du brauchst eigentlich eher Leute, die diese Prompts bedienen, um nachher etwas Tolles rauszukriegen. Ich bin sehr gespannt, was da passiert, Angst habe ich keine.

Ich wollte gerade fragen, also du wirkst absolut nicht beängstigend von der Situation.

Ich glaube, das liegt daran, ich habe eine Zeit mitgemacht, als es hieß, die Computer übernehmen, oder die Maschinen übernehmen sehr viel Arbeit für uns, genau das ist auch passiert. Ich habe in den 90ern, habe ich mit vier Mann an der Maschine gestanden, an der großen Druckmaschine, musst dir vorstellen, so eine Heidelberger Druckmaschine ist 20, 25 m lang, 3 m breit, zweieinhalb Meter hoch, boah, ich war Maschinenführer, ich stand da mit vier Mann, dann hieß es, die Computer kommen und alles wird vereinfacht, die Leute hatten alle wahnsinnige Angst, die verlieren alle ihren Job, was ist passiert, ich stand nachher noch alleine an der großen Maschine, oder vielleicht.

38:27 War noch ein Hilfsarbeiter für zwei Maschinen da, zum Papier nachlegen, aber es hat sich einfach nur verlagert, das heißt, es kamen plötzlich IT-Berufe dazu, die es vorher nicht gab. Und das Gleiche wird jetzt auch passieren, es gibt dann plötzlich andere Berufe, die gefragt sind, oder plötzlich sitzt jeder nur noch rum, bedient einen Computer, und die Handwerker verdienen plötzlich mehr als die Ärzte, was ja eigentlich jetzt schon momentan stattfindet, also versuch mal, einen Klempner zu kriegen.

Ja, vor allem sehe ich, ich glaube, sind wir beide dadurch, also dadurch, dass wir so beruflich miteinander gut klicken, ich glaube, der Mehrwert, den wir sehen, in einer persönlichen Partnerschaft zwischen Kunde und Dienstleister, dass man diesen Ansprechpartner hat, dass du sagst, dass dein mittelständischer Unternehmer zu dir kommen kann, sagen kann, ach, die wollen alle nichts arbeiten, und hier, lass uns noch mal zusammen Kaffee trinken, und dass man sich so verstanden fühlt, das wird nie wieder, das wird nie ersetzt werden, das bezweifle ich sehr.

Also, das muss ich auch sagen, alleine, dass die Leute herkommen können, sich neben.

39:28 Mich setzen und auch mal 8 Stunden neben mir sitzen und bei der Arbeit zusehen und dadurch lernen, oder ihre Bedürfnisse direkt an mich weitergeben, und ich sag, mach die Sachen direkt live vor ihren Augen, sei eine Logoentwicklung, eine Webseite, ein Flyer, was auch immer, ist etwas, was du woanders nicht bekommst, wenn du, was weiß ich, eine Webseite bei Jonos dir erstellen lässt, von ihrem System aus, für 300 € oder sowas, die haben ja mittlerweile dieses Angebot, du bist nicht dabei.

Service, ja, der greift.

Also ich hatte jetzt letzte Woche, hatte ich jemanden aus dem Saarland hier, die ist extra hier hochgekommen, war um 9 Uhr hier, muss um 7 Uhr schon losgefahren sein, weil sie gesagt hat, sowas gibt's bei uns in Saarland nicht, dass jemand sich wirklich, also ich sehe, den zweiten Stuhl bei dir, ist er dafür da? Genau, der ist, also ich habe auch noch da, und die sitzen quasi so hier, so rechts oder links neben mir, ja, meistens neben mir hier auf der Seite, haben Sie noch Ihren Laptop stehen, dann gibt's ein direkten Datenaustausch, und die sehen.

40:29 Live, wie ich Ihre Webseite gestalte, oder Ihr Logo jetzt erstelle, voll cool.

Also, ich glaube, das ist ja auch ein Talent, das dann auch wirklich so direkt live auf Papier, oder in dem Fall auf dem Bildschirm, zu bringen, mit einem nervigen Kunden daneben?

Nee, die meisten Kunden sind relativ entspannt, ich habe ein paar, sind wirklich schwierig, aber das ist eine andere Geschichte. Interessant finde ich das, wenn du Kunden hier hast und redest über Suchmaschinenoptimierung, ist ja auch so ein bisschen dein Ding, und wo dann so Leute sagen, ja, hier, also ich will meine Webseite suchmaschinenoptimiert, ich will erster Position stehen, und dass du den Leuten erstmal zeigst und beibringst, dass sie erstmal ein Keyword finden müssen, mit welchem Keyword willst du denn, mit welchem Satz willst du dann erster Position sein, und dann muss ich den erstmal erklären, hier, pass auf, es gibt eine Trilliarde Webseiten, es gibt in deinem Bereich alleine in Deutschland 1000 Webseiten, und jeder von denen will natürlich mit diesem Keyword an erster Position stehen, die sind aber alle schon vor dir gekommen, das heißt, du bist ganz hinten. Du willst ganz vorne hin, komm, das kriegst du nicht für 200 €, das kann nicht sein, wenn.

41:30 Du nach vorne willst, musst du Google bezahlen, also im alten Bereich, wie es vor 15 dann noch möglich ist, was viele denken, was noch geht, das geht gar nicht mehr, und das den Leuten erstmal zu zeigen und ihnen Beispiele zu zeigen, dass es dann erstmal klick macht im Kopf, das ist sehr viel wert, weil ich glaube, die Leute, die müssen das live sehen, sie müssen jemanden haben, die ihnen das erklärt, die ihnen auch Social Media richtig erklärt, wie funktioniert Werbung mit Social Media, wie funktionieren eigentlich Google Ads, warum muss ich bei Google mal so viel, mal so viel bezahlen, alles Sachen, die Google oder Social Media gar nicht richtig rüberbringt.

Also ich habe so viele Kunden hier sitzen, die sagen, warum soll ich jetzt für einen Klick 5 € bezahlen, das ist schwierig zu vermitteln, sowas, aber wenn du es mal richtig erklärst und worauf es dabei ankommt, dann macht bei vielen Klick, und dann fragen sie nach, was habe ich denn für andere Möglichkeiten, die kommen ja an, das sind Startups, die haben im Monat 200 € zur Verfügung, damit brauchst du nicht mit Google Ads anzukommen.

Und dann musst du halt erklären, dann musst du selber dafür sorgen mit Social Media, indem du dir.

42:31 Eine Community aufbaust, wenn das erstmal klick gemacht hat, und du den erklärt hast, wie man eine Community aufbaut und wie man interessante Artikel reinschreibt, die auch vielleicht irgendwann mal geklickt werden, und wenn es dann mal weitergeht, wenn dieser erste Schritt gemacht ist, und du warst von Anfang an dabei, ist das eine tolle Sache, und wenn du dann siehst, wie die Kunden das verstehen und umsetzen und dann langsam nach und nach Erfolg haben, genial.

Ja, da bist du aber viel mehr, also dann, also das klingt ja so, als bist du viel mehr ein Berater dann, in diesem Moment, als ein Grafikdesigner, Webdeveloper und so weiter und so fort.

Na gut, ich habe über einen Tellerrand geschaut, und wenn man über den Tellerrand schaut und hat einen Kunden hier und hat schon 20-mal miterlebt, dann gibt man die Information und die Sachen auch gerne mal weiter, das sind ja auch keine Geheimnisse, das findest du tausenden von YouTube-Videos, aber wenn jemand hier sitzt und dir das dann zeigt, ist das was anderes, und manche Leute klicken sich auch ein, aber ich habe festgestellt, wenn ich jetzt ein Telefonat mach und teil mein Bildschirm und erkläre dort etwas, das kommt nicht so an, als.

43:31 Wenn einer hier sitzt, da wieder der Kreis, die Kunden kommen her, setzen sich hin, ich rede dreiviertel der Zeit, die Kunden nur ein Viertel der Zeit, die sind nach vier Stunden platt, ja, aber die gehen meistens mit mehr Wissen nach Hause und sind in der Regel auch zufrieden und werden dann wahrscheinlich auch langfristigere Kunden, die auch länger bleiben und auch eher wahrscheinlich bezahlen und bestellen, ich sag mal 95 %, du hast immer schwarze Schafe dabei, das bleibt so, das ist so.

Und, aber, im Sinne von, dass du die Kunden, die du dann bei dir ins Büro kriegst, die werden auch höchstwahrscheinlich Kunden, nicht alle, aber ich glaube, dass da die Conversion Rate höher ist, als wenn du sie jetzt am Telefon.

Definitiv, aber sie kommen nicht alle wieder, ich bin auch sehr zufrieden, wenn ein Kunde 5 Jahre sich nicht meldet, ich bin zwar erstaunt, dass dann die Webseite z. B. noch läuft, Jahren ohne Wartung, aber ich habe jetzt tatsächlich eine Webseite gehabt, die war.

44:31 Fünfeinhalb Jahre alt, die konnte ich ganz normal aufsetzen, das war eine Sache von einer dreiviertel Stunde, da war alles auf dem neuesten System. Der hat bei mir angerufen wegen einer ganz anderen Sache, ich habe gesagt, wir hab mal, deine Webseite, die hat ja noch eine Version, die habe ich dir vor 5 Jahren mal aufgesetzt, willst du da nicht mal was machen? Ach, muss ich das, was wäre eigentlich zu raten, alleine damit du nicht gehackt wirst, was kostet das denn? Sag ich, das ist jetzt so lange, ja, das könnte auch 200 € kosten, ich weiß es nicht, ich muss es ausprobieren, ob sich das mit dem wenigen Klicks wieder hinkriegen lässt.

Es ging innerhalb von einer halben Stunde, habe ich noch Datenschutz neu gemacht, dann war ich nach einer Stunde vollkommen in Ordnung, aber es war auch cool, also, Kunde nach 5 Jahren, wo er einfach nichts braucht, aber alles lief, ist natürlich auch eine schöne Sache.

Wie akquirierst du deinen Kunden mittlerweile? Gar nicht, das ist quasi Mund-zu-Mund-Propaganda, ja, ja, also es ist einfach so, ich bin jetzt in dem Bereich.

45:31 Trinkwasseraufbereitung, da bin ich sehr stark, da kommen von, also ich habe sieben oder acht Kunden, die in dem Bereich tätig sind, und die erzählen das dann weiter, dann komme ich auf die Art und Weise wieder zu anderen Bereichen vom Trinkwasser, dann habe ich, bereits Überdachung, habe ich einige Kunden, wo sich das auch halt rumgesprochen hat, was habe ich denn noch, ja, und hier natürlich im Ort und in den Nachbarorten, das ist natürlich dann, wenn die Leute herkommen können, ist das etwas, was mich anspricht.

Wenn du jetzt einen Tipp geben würdest, dann jemandem, der jetzt gleich mit dem Unternehmertum starten würde, jetzt in unserem Zeitalter, wie würdest du starten, wie würdest du die ersten Kunden akquirieren, wie würdest du das Geschäftsmodell aussuchen?

Gute Frage, wenn man das allgemein sieht, würde ich sagen, einen kleinen One-Pager, also wirklich eine Webseite, einfach nur, damit man dort dasteht, das Ganze anbinden mit Google Business und mit anderen Branchenbüchern.

46:32 Damit die Webseite besser verifiziert ist, da gehört natürlich Social Media, Facebook etc. selbstverständlich dazu, ich würde anfangs tatsächlich mit dem kleinen Google-Ads-Bereich anfangen, so wie derjenige sich das leisten kann, parallel dazu im Social-Media-Bereich aufbauen. In organische Suchmaschinenoptimierung würde ich gar nicht, also wirklich gar kein Geld mehr investieren, weil das einfach viel zu lange dauert, bis sich das irgendwann rentiert.

Je nachdem, welchen Bereich derjenige macht, muss man gucken, ob man eventuell mit eBay Kleinanzeigen, bzw. ist jetzt nicht mehr eBay, heißt ja nur noch die Kleinanzeigen, dass man dort versucht, noch Klicks zu generieren, vielleicht auch Kunden zu akquirieren.

Flyer halte ich überhaupt nichts von, die werden schneller weggeschmissen, als du gucken kannst, also, wenn, haben wir da, haben wir da, haben wir so einen Spezialisten, der gerne Flyer verteilt, ich habe viel mit Leuten zu tun, die immer noch Flyer bestellen bei mir, ich gestalte die Sachen, mache ich auch gerne, es macht Spaß, da wird so viel Geld.

47:33 Rausgeworfen für diese Flyer-Austeilung und die Druckerei, oh Gott, Wahnsinn. Personalisierte bringt zehnmal mehr, wenn du eine Meter-Kampagne lässt mit dem Budget, dann hast, also es gibt, mit QR-Codes gibt es so geile personalisierte Kampagnen, mit Postwurfsendungen, das heißt, also personalisiert wird jemand angesprochen, inen drin.

Wie meinst du, QR-Code-Postwurfsendungen, die Kombination habe ich noch nicht gehört.

Das Ganze folgendermaßen: Du hast, sagen wir mal, Kunden, die du auch anschreiben darfst, also jetzt gehen wir mal ganz weg von dem Mailings, also Newsletter ist eine ganz andere Geschichte, da bist du ja beschränkt, du darfst nur die Newsletter verschicken an Leute, die auch doppelt zugestimmt haben, im Briefbereich darfst du aber alle Leute anschreiben, wenn du die Adressen hast, das heißt, du kannst dementsprechend auch Adressen kaufen, so, dann hast du ja Name, Anschrift, und du.

48:34 Du weißt, auch wenn du die Adressen kaufst, die wohnen dort, die haben ein Einfamilienhaus, die haben was auch immer, das heißt, also du kannst die ganzen schön sondieren, du kannst sagen, okay, der ist in dem Bereich, der ist selbständig, whatever, du machst einen personalisierten Brief fertig, mit einem QR-Code, mit einem tollen Angebot drin, durch den QR-Code bekommt die Agentur, die das Ganze macht, ein Feedback, dass derjenige das angeklickt hat, das heißt, du als Auftraggeber bekommst schon ein Feedback, derjenige hat den QR-Code genutzt, und kannst auf dieses, dass der sich informiert hat, kannst darauf schon reagieren und kannst sie noch mal anschreiben.

Und ich sag mal, wenn du jetzt 10.000 von diesen Briefen rausgejagt hast, von diesen Mailings, und du hast, sagen wir mal, 5 % von Leuten, oder 10 %, die den QR-Code angeklickt haben und sich die Seite angeguckt haben, hast du 10 % der Leute, die du noch mal anschreiben kannst, um vielleicht noch ein verbessertes Angebot zu schreiben, wo du sagen kannst, hier, du.

49:35 Hast doch bei uns auf der Seite mal reingeguckt, konnten wir dich nicht erreichen, warum konnten wir nicht erreichen, also ich würde wahnsinnig gerne dich mal anrufen, darf ich dich mal anrufen, und auf die Art und Weise kannst du viel mehr erreichen als mit diesen Flyern.

Was kostet sowas? Es gibt mittlerweile, also ich habe jetzt vier Unternehmen, mit denen ich da zusammenarbeite, ich habe jetzt ein Angebot gerade reingeholt, für einen, für eine Dame, für die ich arbeite, im Bereich Kosmetik, das waren, mit Druck, Kuvertierung, Falzung, Porto, war es für 2000 Adressen auf 2100 €, glaube ich.

Und performt das, also hast du da schon Ergebnisse rausholen können, wenn es personalisiert ist? Also in der Vergangenheit, ja, jetzt bei dem Auftrag, den ich jetzt gerade genannt habe, noch nicht, der ist nicht so weit, der wird jetzt in den nächsten zwei, drei Wochen, wird der gedruckt und dann auch ausgeteilt werden und verschickt werden, in der Vergangenheit war es so, dass die Rückmeldungen sehr hoch waren, sehr.

50:37 Also sehr positiv waren, also meine Kunden konnten dadurch doch einiges an Kunden akquirieren, mehr als durch Flyer. Kosteneffektiver sind Newsletter, aber dazu musst du auch natürlich erstmal Newsletter-Kunden haben, von ein paar tausend, da arbeite ich z. B. mit Rapid Mail ganz gerne zusammen, das ist sehr einfach, auch für Kunden sehr transparent, und die haben ein sehr gutes Managementsystem, wo Kunden sich abmelden können, die haben eine Blacklist, Whitelist, dass du als User sehr einfach bedienen kannst.

Sag, wenn du genug Kunden hast, ist ein Newsletter ein toller Bereich, natürlich jetzt nicht, was weiß ich, alle zwei Wochen Newsletter verschicken, das würde dann in die Hose gehen, aber wenn du das so viel Mal im Jahr machst, dann bringt das richtig viel.

Mit was für eine, ja, mit was für Idee sollte man nicht Unternehmer werden? Jetzt angenommen, jetzt kommt da irgendso ein 22-Jähriger und sagt, boah, Herr Rautenberg, ich wollte auch schon immer Webdesign.

51:38 Machen. Ich unterstütze jeden, der mit der Idee kommt, es wird sich dann ganz schnell zeigen, ob derjenige auch wirklich dazu geeignet ist oder nicht, ob er das, ja, betriebswirtschaftliche Wissen hat, das Ganze durchzuziehen, ob er aber auch das, ja, das Durchhaltevermögen hat, auch mal 80 Stunden in der Woche zu arbeiten, weil das gehört einfach mit dazu, am Anfang arbeitest du wahnsinnig viel für einfach kein Geld, du musst erstmal in Vorleistung gehen, und wenn du das nicht kannst, glaube ich, dann bist du in dem Beruf verkehrt.

Hat das für dich nur was mit seiner tatsächlichen, abgelieferten Leistung zu tun, oder siehst du das so, auch ein bisschen, so ein persönlichen Energieübertrag, den man leistet?

Das versteh, das habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, wie meinst du das? Ich glaube, das ist einfach auch eine etwas kom, sechste Frage, im Sinne von, sich selbst zu beweisen und sich selbst da.

52:40 Einzustellen, harte Arbeit zu leisten und dann auch abzuliefern, weil ich finde, dass man dann energetisch was ganz anderes abliefert, man hat eine ganz andere Wirkung auf die Menschen, und das spüren die, also ich glaube, das passiert automatisch, wenn du voll dahinter stehst.

Und auch, wenn du voll dahinter stehst und Spaß dran hast, dann macht's dir auch nicht aus, mal am Tag 16 Stunden zu arbeiten und irgendetwas durchzuziehen, weil du einfach Freude daran hast, wenn das der Fall ist, ist es was ganz anderes, als wenn du 9-to-5-ler bist, der irgendwo im Office sitzt, ein Chef kommt zu dir und sagt, setzt das um, und zwar auf die und die Weise, und der sitzt und sagt, so ein Scheiß, das würde ich doch ganz anders machen, aber er muss es so machen.

Ich glaube, das ist einfach bei mir eine ganz andere Motivation, ich lebe dafür, ich find's geil, es macht mir Spaß, und ich kann es auch, also wenn ein Kunde ankommt und sagt, hier, das sieht aber viel besser aus, und ich sehe, das sieht besser aus, dann sage ich, geil, sieht wirklich besser aus, lass uns das so mal probieren, also ich bin auch DAU.

53:41 Durchaus gewillt, mir andere Sachen anzugucken und zu sagen, der hat viel besser als ich gemacht, und daraus lerne ich noch. Wenn du, ich glaube, so an die Sache rangehst, dann hast du auch selbst viel mehr Spaß, bist motivierter, als wenn du sagst, als wenn du etwas von oben aufgedrückt bekommst, was ja schon immer scheiße ist.

Was bei mir auch oft der Fall ist, meine Kunden kommen ja auch mit Wünschen an und sag, ich will genau so haben, ich sitz dann auch da und denk mir, scheiß, bitte nicht, aber du lernst irgendwann deine Kunden kennen und sagst, ja, okay, ich mach's jetzt ganz genau so, das sind die Aufträge, die ich nicht gerne mache, oder sind Kunden da, die sagen, mach mal, lass uns mal dran arbeiten, das sind die Sachen, die ich gerne mache.

Ich glaube, das geht dir ja genauso, wenn jemand zu dir sagt, mach mal, und du siehst dann plötzlich, wie es dann aufwärts geht, ist ja auch für dich eine geile Sache. Absolut, würdest du sagen, dass du, also du, also du bist gelernter Drucker, du hast wirklich viel in deine eigene Bildung in unserem Land investiert, da warst auch auf einer ganz.

54:42 Normalen Schule, und ich glaube, du hast studiert? Richtig, hast du nicht studiert? Doch, ich habe studiert, Drucktechnik habe ich studiert, muss sagen, ich war der schlechteste Schüler, den, glaube ich, jemals, in Kochem an der Mosel, auf der Realschule gab, ich glaube, ich hab Abgang von dre, kom, schlch, nicht tot, ach, war ich eine faule Sau.

Und so, wie hatte jetzt nicht unbedingt Einfluss auf deine Zukunft?

Nein, also meine Eltern haben schon immer gesagt, ja, ja, fang du mal an zu arbeiten, dann weißt du, was Sache ist. Ich habe angefangen zu arbeiten, steckte wirklich bis zu den Armen in der Druckerschwärze drin, und habe dann plötzlich gedacht, so, Druckerschwärze, und, ja, dann zwangsläufig, damit ich nicht immer die Drecksarbeit machen muss, fängst du dann an, plötzlich Schulbildung zu machen, das hat sich rentiert. Und ich finde, in Deutschland kannst du das, du kannst das in anderen Ländern auch, also wir sind privilegiert in Europa und in den westlichen Ländern, meiner Meinung nach, dass du wirklich aus eigenem, wirklich mit eigener Leistung.

55:42 Heraus etwas vollbringen kannst, und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde irgendwo im Sudan sitzen, also, jetzt sagen mal Südsudan, nicht gerade im Nordsudan, wo es gerade ziemlich kracht, du sitzt da in deiner Hütte und kannst eigentlich nichts machen, das finde ich furchtbar, also wir sind wirklich hier verdammt gut dran in Europa und gerade bei uns in.

Korreliert für dich eine gewisse Ausbildung oder ein Studium mit Erfolg?

Definitiv, ja, du kannst es alleine, du wirst es heutzutage, wenn du einen ordentlichen Handwerksberuf hast, hast deinen Handwerksmeister gemacht, wirst du genauso viel schaffen können, wie wenn du jetzt IT studiert hast, bin ich von überzeugt. Wenn der Wille dahinter ist, du bist transparent, du bist kommunikativ, du bist ein bisschen betriebswirtschaftlich geschult worden, dann schaffst du das, aber ohne betriebswirtschaftliches Grundwissen ist es natürlich.

56:42 Schwierig. Vielleicht eine ganz spannende Zusatzfrage dazu, ich glaube, das ist, ich glaube, Erfolg ein sehr großes Definitionsthema ist, und es für jeden was sehr anderes und sehr Subjektives ist, wie würdest du das für dich beschreiben?

Also bei mir ist Erfolg definitiv nicht das dicke Auto vor der Tür, ich habe gesagt, 44 PS Schnäckchen, nee. Also bei mir ist es einfach, die Familie und das Umfeld stimmt, die Nachbarschaft stimmt, also viel kommt bei mir hier wirklich hier aus der Nachbarschaft, aus dem Umfeld heraus, mit Leuten, mit denen ich kommuniziere, das muss einfach passen, und wenn das Geld noch stimmt, dass du dir keine Sorgen machen musst.

Das heißt, also ich habe, mittags kann ich rausgehen, kann den Grill anschmeißen, und Kühlschrank ist genug da, was ich essen kann, ich habe abends mein Wein, den ich aufmachen kann, dann ist das eine feine Sache, ich kann zweimal im Jahr in Urlaub fliegen, und das reicht, also ich brauche nicht.

57:43 Privatmaschine, ich brauche nicht eine Firma mit 1000 Angestellten, die jeden, sehr geehrter Herr Geheimrat, sagen, das brauche ich alles nicht.

Ja, spannend, also einfach, ja, wie du, also ich sag mal, die Generation Z, die sieht das, glaube ich, schon ganz richtig, man braucht nicht allzu viel, also so viel habe ich gelesen, dass deine Generation ja doch viel bodenständiger ist, als es viele andere vorher noch waren, ich weiß nicht, kannst du das bestätigen?

Spannend, ich habe ja dazu keine Gedanken gemacht, ob wir bodenständiger sind, und ich glaube, ich schwimme auch einfach in der ganz anderen Blase als meine Generation, aber ich könnte mir logisch erklären, dass es wahrscheinlich der Fall ist, weil durch die Politisierung und diese Offenheit schon sehr viel Kritik an die Boomer rausgegangen ist, von meiner Generation, und ich denke, dass dieser Materialismus oder diese Statussymbole sich zumindestens verschoben haben, also ich glaube, das ist.

58:44 Cooler Follower zu haben als ein BMW?

Glaub ich, seh ich ganz genauso, finde ich auch cool, ich brauche jetzt keine Follower, ganz im Gegenteil, ich bin ja, ich halte mich eher flach, steh jetzt nicht ganz vorne im Rampenlicht, finde ich auch ganz okay so.

Aber ich meinte, ich meinte so, dass dieses Statussymbol sich von eher diesem materialistischen, ich habe jetzt ein Auto, so zu etwas, so etwas, ja, also ich würde nicht sagen, dass wir, ich glaub, wir sind vielleicht in diesen Blick auf die materialistischen Dinge bodenständiger geworden, aber ich glaube, das hat sich nur in eine andere Richtung verschoben, das wird sich, ich sag mal, bei der Generation Z schon verschoben haben, wird sich aber ändern, bin ich von überzeugt, spätestens wenn die Generation Z Kinder kriegt, und wenn es plötzlich darum geht, dass man Verantwortung hat, wird sich das eigene Häuschen und so weiter und so fort dann doch wieder mehr in den Vordergrund drängen, glaube ich, weil anders geht's nicht, du brauchst eine Altersvorsorge, du musst auch nicht um deinen Nachwuchs.

59:45 Kümmern. Schön ist, wenn man natürlich frei in die Welt reinleben kann, find ich auch klasse, habe ich früher auch gemacht, wird sich aber langfristig, wenn man eine Familie haben will, nicht.

Stimme ich zu, das kann man, das, also, man kann das halt mit 20 machen, oder vielleicht noch mit 25, aber dann unbedingt, das ist etwas, davon kannst du ganzes Leben erzählen, da kannst du einem Enkel noch davon erzählen, wie du durch Thailand durch bist, wie du die Philippinen mit dem Motorrad bereist hast, das ist doch cool.

Ja, das stimmt. Wie alt bist du jetzt, Tim, darf ich dich jetzt fragen? Ja, ja, klar, ich bin mehr als doppelt so alt wie du, glaube ich, 55, du warst 27, oder 20, 20, ja, scheiße, ich bin dreimal so alt. Hast du so einen Traum oder so ein Ziel, den du noch gerne haben würdest, oder sagst du, nee, ich habe alles? Natürlich habe ich Ziel, ich meine, ohne Ziele, wo willst du denn hin? Auf, zu, ich reise gerne so wie du.

60:47 Auch die Kinder sind jetzt noch klein, 14 und 11 Jahre alt, das heißt, da muss ich noch mindestens 7 Jahre, muss ich zumindest bleiben, muss ich noch das Geld haben fürs Studium, weil ich bin der Meinung, Kinder sollten unterstützt werden, bis alles abgeschlossen haben. Passt das auch ganz gut, und das ist die Zeit, die ich jetzt halt hier noch in Deutschland bleiben werde.

Aber ich stell mir dann sowas vor, was du gemacht hast, mit Laptop in der Welt rumreisen, mit meiner Frau zusammen, die ist auch selbstständig, und das machen, was du hast, vielleicht auf ein bisschen luxuriösere Art und Weise, du warst mit Moped unterwegs, du hast in Unterkünften geschlafen, da waren wahrscheinlich die Matratzen sehr dünn, das könnte ich mir in meinem Alter nicht mehr vorstellen.

Das hat sich auch wieder, das hat sich wieder geändert, ja, ich, das ist nicht auf Dauer nicht angenehm, aber sowas in der Richtung, nur halt mit besseren Unterkünft und nicht mehr Moped, das finde ich auch klasse, und das würde ich mir gerne so, na, in 7 Jahren, wenn ich so knapp 65 bin.

61:49 Das würde ich dann gerne machen.

Geil, würdest du, das ist jetzt spannend, anzuschließen da an die Kinder, ich habe es vor kurzem gehört, hat jemand gesagt, Kinder zu haben ist auch einfach eine sehr geile Lösung für sehr viele Fragen in deinem Leben, warum wache ich morgen auf, ich mach für die Kinder, warum ziehe ich das jetzt durch, für die Kinder, wieso tu ich das, wieso, wieso steh ich in die Arbeit, für die Kinder, warum trinke ich jetzt kein Alkohol, für die Kinder, ich rauche nicht, für die Kinder, etc., weil man so ein bisschen, so ein, ja, so wie nennt sich das, Purpose, ein, ja, so ein Grundziel hat, oder eine Grunderfüllung, würdest du das bestätigen?

Nein, also klar machst du viel für die Kinder, aber das sollte ja nicht dein ganzer Lebensinhalt sein, also ein bisschen traurig, wenn die Kinder all deine, wenn alles ist, was du tust, nur für die Kinder wäre, wo bleibst denn du dann. Also dass man, wenn man sich dazu entschließt, Kinder auf die Welt zu setzen, es ist eine ganz tolle Sache, ist eine schwierige Sache, ist eine verantwortungsvolle Sache, und es kostet sehr viel Geld, gar keine Frage, ich glaub.

62:50 Darin sind wir uns alle einig, die sich schon mal darüber Gedanken gemacht haben, aber dein ganzer Lebensinhalt sollte sich nicht nur alleine darum drehen, sondern als langfristiges Ziel solltest du doch wieder im Mittelpunkt stehen, oder du und dein Partner, deine Kinder, die sollst du begleiten, bis die so weit sind, das ist deine Aufgabe, als die ins Leben zu entlassen, sodass sie eigenständig mit einem durchstarten können, aber spätestens dann solltest du doch dein Leben wieder machen.

Und spätestens, wenn die Kinder in die Pubertät kommt, bist du ja sowieso entlastet, ich meine, welcher 14-Jährige will sich noch mit seinem Vater abgeben und mit dem noch ins Kino gehen, also das ist sowas von uncool, und du hast, spätestens wenn die Kinder in die Pubertät kommen, hast du wieder so viel Zeit, dass die Kinder definitiv nicht der Hauptinhalt deines Lebens sind.

Das Spannende, sichicht, der Dinge, dann kommen die Reisen wieder, so wie du das machst, traumhaft. Ja, das macht Spaß, also Australien steht noch da, Neuseeland steht noch da, Südamerika haben wir.

63:50 Bereits Afrika haben wir schon, aber hast du viel zu tun, also Australien, Neuseeland, und auch so ein bisschen Thailand, meine Frau war noch nicht da, das sind auf alle Fälle noch Ziele, wo ich viel Zeit verbringen möchte, das schön.

Würdest du sagen, würdest du sagen, du hast da so eine Bestimmung, die irgendwie mitschwimmt, hast du dir da jemals so definiert Gedanken drüber gemacht, oder waren das immer irgendwelche Meilensteine, die eher so die Ziele waren, so ein innerer Antrieb irgendwie?

Nein, das kommt, das hängt auch so ein bisschen mit dem Umständen drumrum zusammen, ich sag mal, gerade in meinem Alter kommen ja jetzt dann die Einschläge, wo Freunde dann plötzlich Krebs kriegen und sterben, die kommen immer näher, also es waren jetzt drei Freunde innerhalb von einem Jahr, die an Krebs gestorben sind, und dann machst du dir ganz andere Gedanken, und dann kommen plötzlich, in meinem Alter kommen dann die Eltern oder älteren Verwandten hinzu, um die dich plötzlich zu kümmern hast, du machst.

64:50 Dir nicht mehr solche Gedanken wie früher, sondern du reagierst auf das, was jetzt kommt, auf das, was passiert, und du kannst auch nicht mehr so planen wie früher, das funktioniert nicht mehr, du kannst dir ein Ziel setzen, diesem Ziel gehst du nach, und mit ein bisschen Glück kannst du dieses Ziel auch noch erreichen, und wenn du das nicht erreichst, dann machst du das Beste aus dem, was gerade. Schön, du hast jetzt ganz schön lang, früher, nachgedacht.

Nee, das war, also, so die Quintessenz, die ich aber raushöre, ist einfach so, ja, das Leben genießen. Machen wir also, du bist gerne eingeladen, mal herzukommen. Dann weißt du wie, wir, auf jeden Fall sehr gerne, ich brauch eine Webseite übrigens.

Ja, voll schön, wir machen draußen, ich mach Kaffee, ich hab seit einem Jahr einen Vollautomaten, da, ich weiß gar nicht, warum ich erst vor einem Jahr auf diesen, das sind, das S, okay, der ganze Quatsch von vorhin können wir alles.

65:50 Vergessen, der Kaffeeautomat, das sind doch die wahren Dinge.

Du lachst jetzt, das ist aber tatsächlich so, also das Teil ist bei mir mittlerweile den ganzen Tag im Einsatz, ich weiß nicht, wie ich früher mit einer 40-€-Kaffeemaschine auskam, aber so, für mich persönlich hat es auch was, ein bisschen mit dem Ritual zu tun. Ich mache mir gerne, früher, da hatte ich ein, bin durch die Welt geflogen mit einem Mahlwerk.

Okay, mit einem Mahlwerk und einer French Press, mit einem Rucksack, ohne Gepäck, einfach nur ein Rucksack, aber eine French Press und Mahlwerk war dabei, eventuell unbequem, würde ich sagen, und Prioritätenliste hat sich seitdem ein bisschen anders angeordnet. French Press ist dieses Teil, wo du dann Wasser rein gibst, du gibst unten das Pulver rein, und dann kommt dieses Teil, dieses siebartige, was du runterdrückst, genau, damit drückst du, ich weiß nicht, wie es French heißt, ja, gibt immer für alles ein richtig.

66:51 Schönen, coolen, englischen Namen. Ja, aber das ist halt ein Luxus, den wir uns jetzt seit einem Jahr hier gönnen. Wir haben immer Wein und Bier da, also ich bin jetzt nicht der Biertrinker, Bier ist dann für meine Gäste da, ich bin dann eher derjenige, der dann auch mal gerne Wein trinkt, oder weil ich a Essen bin, natürlich ein Äppler mittlerweile, das ist ein Äppler, ein ler, das K ich nicht.

Apfelwein ist, wenn du herkommst, ich kann dir gerne mal zum Probieren geben, ist sehr bitter, und die meisten, den zieht erstmal die Schuhe aus, weil es wirklich gewöhnungsbedürftig schmeckt, aber wenn man sich dran gewöhnt, und halt gerade im Sommer, ist ein tolles Erfrischungsgetränk, das, sowas wie, jetzt habe ich den Namen vergessen, dieser, dieser Cidre, ist es das? Nein, Cidre ist süß, das ist aus Frankreich, der Äppler hier ist sehr bitter.

Okay, gespannt, ich komm gern vorbei, danke für die Einladung, jetzt gerade schwierig, aber nein, da wurde jetzt gerade bis, genieß erstmal jetzt den Sommer dort, aber solltest du noch mal in Frankfurt.

67:51 Landen, sag Bescheid, ich hol dich ab, wenn ich gerade Kunde hier sitzt. Vielen Dank, danke schön, und dann, wir draußen auf der Terrasse sitzen, warum es mir gut geht, würde ich sehr gerne herausfinden, vielen Dank für die Einladung.

Ja, um ehrlich zu sein, glaube ich, dass, außer du willst noch irgendwas Bestimmtes erzählen, was dir noch auf dem Herzen liegt, oder was du gerne teilen möchtest, bin ich super zufrieden, war ein sehr schönes Gespräch, wir sind auch super mit der Stunde hingekommen. Das stimmt, ja, danke schön, danke für deine Zeit, also das, wie gesagt, nicht selbstverständlich, sich die Zeit zu nehmen, und ich fand das sehr schön, was du jetzt geteilt hast, das war's, interessantes Gespräch.

Gerne, sehr gerne, ja, Danny, dann melde dich, wenn wieder irgendwas ist, sag Bescheid, und ich bin gespannt, wie es dann hier auch mit unseren Kunden, die wir hier gemeinsam betreuen, weitergeht, ich würde mich sehr freuen. Danke, Tim, alles klar.

Gast: Tim Rautenberg →

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