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Case Study — Arbeitssicherheit & E-Learning
SEMEDO: Konto breiter aufgestellt — 73 % mehr Klicks bei 32 % niedrigerem Klickpreis
Website von SEMEDO – Website in neuem Tab öffnen
Ausgangslage
SEMEDO ist ein Schulungsunternehmen für Arbeitssicherheit: E-Learning-Kurse für berufliche Qualifikationen wie Sicherheitsbeauftragter oder Elektrofachkraft.
Als ich das Google-Ads-Konto übernommen habe, war das kein Neustart, sondern ein über Jahre gewachsenes Konto mit entsprechender Historie. Zwei Dinge fielen sofort auf:
- Die ganze Nachfrage hing an wenigen Suchkampagnen. Ein Klumpenrisiko: Wird eine davon teurer oder fällt weg, wackelt gleich das ganze Konto.
- Hoher Klickpreis, unzuverlässiges Tracking. Für jeden Klick wurde vergleichsweise viel bezahlt — und weil die Conversion-Messung nicht belastbar war, ließ sich nicht ehrlich ablesen, was am Ende wirklich an Anfragen und Umsatz hängen blieb.
Was ich gemacht habe
- Das Konto auf mehrere Standbeine gestellt — statt alles von wenigen Suchkampagnen abhängen zu lassen, verteilt sich die Nachfrage jetzt breiter und damit robuster.
- Die vielen kleinen, spezifischen Suchanfragen (Longtail) dynamisch abgedeckt — also auch die Begriffe, die feste Keywords nie erreichen.
- Zusätzliche Kampagnenformate und Reichweite ergänzt — günstige Präsenz über die klassische Suche hinaus.
- Markenschutz aufgesetzt — damit die eigenen Markensuchen nicht unnötig teuer eingekauft werden.
- Den Klickpreis gesenkt — im ersten Betreuungshalbjahr von 2,57 € auf 1,74 €.
- Das unzuverlässige Tracking klar als den wichtigsten offenen Punkt benannt. Zu wissen, wo der eigentliche Hebel liegt, ist Teil der Arbeit: Ohne saubere Messung lässt sich kein ehrlicher ROAS ausweisen — genau darauf zeigt der Fahrplan als Nächstes.
Ergebnisse
Vergleich der sechs Monate vor der Übernahme mit den ersten sechs Monaten danach. Alle Zahlen aus dem Konto, Währung EUR. Die Traffic-Kennzahlen zeige ich als Index (Vorher = 100), weil hier die Veränderung zählt, nicht die absoluten Rohzahlen.
| Kennzahl | Vorher | Nachher | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Ø-Klickpreis | 2,57 € | 1,74 € | −32 % |
| Klicks (Index) | 100 | 173 | +73 % |
| Reichweite (Index) | 100 | ~600 | ~6× |
Weil das Conversion-Tracking über die Perioden nicht belastbar war, bewerte ich diesen Fall bewusst über Traffic und Kosten — nicht über ROAS. Ich zeige hier die tatsächliche Traffic- und Kostenrealität, keine hochgerechnete Umsatzsteigerung.
Was das bedeutet
- Mehr Traffic zu niedrigerem Klickpreis. Es kommen deutlich mehr Menschen auf die Website, und jeder Klick kostet rund ein Drittel weniger als bei der Übernahme.
- Weniger Klumpenrisiko, festeres Fundament. Die Nachfrage steht jetzt auf mehreren Beinen — Suche, dynamische Longtail-Abdeckung, zusätzliche Kampagnenformate und Markenschutz — statt auf ein, zwei Kampagnen.
- Der große Hebel liegt noch vor uns: ein sauberes Conversion-Tracking. Erst damit werden ROAS und realer Umsatz überhaupt ehrlich messbar — und aus „mehr Traffic” wird nachweisbar „mehr Geschäft”.
Fazit
Das Konto ist heute breiter, robuster und im Einkauf günstiger als bei der Übernahme: 73 % mehr Klicks, ein um 32 % niedrigerer Klickpreis und rund sechsfache Reichweite. Ehrlich bleibt aber auch — der belastbare Umsatznachweis kommt erst, wenn das Tracking sauber steht. Genau das ist der nächste Schritt.
Hängt dein Konto auch an ein, zwei Kampagnen — und du weißt nicht, was wirklich an Anfragen hängen bleibt?
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